Stadtmuseum öffnet Pforten zur neuen Dauerausstellung

Der Kamin und Wolffs Sekretär sind die Prunkstücke der neuen Dauerausstellung. (Foto Thomas Ziegler, Stadt Halle)

Am 11. Mai 2013 eröffnete das Stadtmuseum Halle feierlich den ersten Teil seiner neuen stadtgeschichtlichen Dauerausstellung mit dem Titel 'Entdecke Halle!'. Die Dauerausstellung zur Stadtgeschichte bildet künftig das Herzstück des Stadtmuseums Halle. Als zentraler Anlaufpunkt für eine übergreifende Darstellung der Geschichte von Halle füllt sie eine Leerstelle in der reichen Museumslandschaft Halles. Sie versteht sich gleichzeitig als Drehscheibe zu den Museen in der Stadt, die sich bereits wesentlichen Aspekten der Geschichte Halles widmen.

Die neu gestaltete Schau 'Entdecke Halle!' nähert sich im ersten Teil der Geschichte der Saalestadt in drei Themenbereichen: 'Siedlung', 'Made in Halle' und 'Die Welt in Halle'. Entlang der Leitfragen „Warum entstand ausgerechnet hier eine Siedlung und wie hat sie sich entwickelt?“, „Welche 'Exportartikel' haben Halle über die Stadt¬grenzen hinaus bekannt gemacht – welche Ideen, aber auch welche Industrieprodukte?“ und „Wie ist die Stadt mit der Welt verbunden?“ hat das Stadtmuseum Halle eine Ausstellung mit rund 500 Exponaten, darunter zahlreichen Modellen, aber auch Medienstationen erarbeitet.

Der erste Teil von 'Entdecke Halle!' wurde in den zurückliegenden 2 ¼ Jahren vom Stadtmuseum Halle unter Federführung der Kuratorin Susanne Feldmann konzipiert und umgesetzt. Als Budget standen knapp 500.000 Euro zur Verfügung. Im Zentrum der Ausstellung stehen dreidimensionale Zeugnisse – vom Abendkleid bis zum Zuckerhut. Sie bilden den Ausgangspunkt für eine Entdeckungsreise durch die spannende und wechselvolle Geschichte von Halle. Gewöhnliche Alltagsgegenstände vermögen Vieles über das Leben in Halle zu erzählen und in der neuen Ausstellung bringt man die Alltagsgegenstände zum Sprechen.



Stadtmuseum öffnet Pforten zur neuen Dauerausstellung - Teil II

Die Ausstellung bietet die Gelegenheit zur Begegnung mit einer repräsentativen Auswahl an Objekten aus dem Museumsbestand. Es gibt ein Wiedersehen mit 'alten Bekannten', wie dem für die 1000-Jahr-Feier der Stadt 1961 angefertigten Stadtmodell. Mit zusätzlichen interaktiven Elementen versehen, kann hier das Stadtbild um das Jahr 1600 entdeckt werden. Aber es werden auch viele bislang unbeachtete Schätze gehoben, wie das FH-104-Modell der Siebel-Flugzeugwerke.

Beide Modelle gehören übrigens zu den größten Exponaten in der Ausstellung. Eine ganze Reihe von Objekten wurde für die Ausstellung restauriert, z. B. eine Bäckereimaschine aus hallescher Produktion. Zu sehen sind darüber hinaus zahlreiche Leihgaben aus Museen wie auch von Privatpersonen. Einige als unerlässlich für die Ausstellung angesehene Stücke wurden gezielt gesucht, z. B. Gummistiefel aus der Frühzeit von Halle-Neustadt.

Die Ausstellung lädt ein zum Anfassen, Entdecken und gegenseitigem Austausch. Sie ist barrierefrei zugänglich und bietet Menschen mit Sehbehinderungen zahlreiche Angebote zur selbständigen Erkundung der Stadtgeschichte. In enger Zusammenarbeit mit dem Allgemeinen Behindertenverband Halle e. V. und dem Berufsförderungswerk Halle (Saale) entstanden Objekte zum Anfassen, Tastmodelle, Geruchs- und Hörstationen und ein Audioguide.

Hervorzuheben ist das Konzept der Drehscheibe. So wird in der Ausstellung gezielt an Hand von Objekten mit  Hilfe einer Visitenkarte auf andere Museen in Halle verwiesen, die weitere Informationen für den geschichtlich Interessierten bereithalten.