Zentrum Neustadt - Wiederbelebung des urbanen Kerns

Die Scheiben in Halle-Neustadt. Ihre Zukunft ist ungewiss. (Foto: Tore Dobebrstein)

Halle-Neustadt ist ein von Leerstand und Plattenbauten geprägter Stadtteil. Erbaut wurde es zunächst als Teil von Halle für die Arbeiter der chemischen Industrie in Buna und Leuna. 1967 wurde aus dem Stadtteil schließlich die kreisfreie Stadt Halle-Neustadt, in der zwischenzeitlich bis zu 90.000 Menschen wohnten.

Nach der Eingemeindung 1990 hat sich die Einwohnerzahl bis heute fast halbiert. Um dieser Entwicklung entgegenzutreten und den leblosen Stadtkern von Haneu wiederzubeleben, entstand im Rahmen der IBA der neue Skaterpark.

Der zirka 1.200 Quadratmeter große Skatepark wurde als abgesenkte Beton-Bodenskulptur innerhalb der neu gestalteten Grünanlage am InterCityHotel errichtet. So entstand auf der bislang unscheinbaren Ostseite des Zentrums ein neues Entree als originelles Pendant zum vorhandenen Entree auf der Westseite. Neben Skaten kann man hier auch weiteren Rollsportarten wie BMX und Inlineskaten nachgehen. In mehreren Workshops wurde das Projekt vom Beginn der Planung bis zur Ausführung von engagierten Mitgliedern der Skaterszene mitgestaltet, die sich bereits als Verein Congrav e. V. organisiert haben. Mit dem 180°-Festival wurde 2009 der Skatepark drei Tage lang mit einer Riesenparty eröffnet. Auch sind in diesem Jahr zahlreiche Veranstaltungen geplant gewesen, wie das Skatertreffen BMX and the city, Skatercontests und das 180-Grad-Festival.