Zwei Picasso-Meisterwerke bis Februar 2027 zu Gast im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale).
Wer noch einmal Franz Marcs Meisterwerke wie die Weiße Katze oder die Gelbe Kuh sehen möchte, sollte bis spätestens Sonntag, 30. August 2026, schnell eine Stippvisite im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) einlegen. Danach gehen die Werke als Leihgaben auf Reise und sind erst wieder ab Ende März (Weiße Katze) bzw. Sommer (Gelbe Kuh) 2027 in der Sammlungspräsentation zu sehen. Ihr Platz indes bleibt nicht leer, sondern wird mit einer kleinen Sensation gefüllt: Vom 5. September 2026 bis Ende Februar 2027 sind hier die Gemälde Femme à la mandoline (1908) und Porträt de Fernande (1909) von Pablo Picasso (1881–1973) zu bewundern – die Gegenleihgabe aus der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen.
In der Sammlung des Kunstmuseums Moritzburg Halle (Saale) befindet sich heute kein Gemälde von Picasso mehr. Kurzzeitig, von 1924 bis 1926, gehörte das Gemälde Grablegung Carlo Casagemas (1901) dem Museum. Es wurde damals als Teil einer neu aufzubauenden Sammlung zeitgenössischer Kunst angekauft, dann aber – wie früher nicht unüblich – gegen ein Gemälde Hans von Mareés (1837–1887), das als Teil der Sammlungspräsentation im Talamtsgebäude zu sehen ist, eingetauscht.
Beide Leihgaben aus Düsseldorf spiegeln Picassos vor- bzw. frühe kubistische Phase, in der er begann, traditionelle Seh- und Darstellungsweisen von Räumlichkeit zu hinterfragen und Figuren und Bildräume zu zersplittern.
Femme à la mandoline greift das von Picasso gerne ins Bild gesetzte Thema der Musik auf. In den wellenförmigen Farbfacetten oberhalb der Mandoline und neben dem Kopf der Frau zeigt er die Töne, die das Instrument beim Spiel erzeugt. Die Schallwellen bringen den ganzen Bildraum zum Schwingen.
Fernande Olivier (1881–1966) lernte Picasso 1904 kennen. Von 1905 bis 1912 war sie seine Lebensgefährtin und er stellte sie in zahlreichen Gemälden und bildhauerischen Arbeiten dar. Das Porträt von 1909 ist in, für diese Schaffensphase Picassos typischen, gedämpften Farbtönen gehalten. Bildraum und Motiv bleiben erkennbar, doch experimentiert er mit der Zerlegung von Volumen und Flächen in kristalline Bestandteile.
Informationen zum Museumsbesuch unter:
















