Junge Musiker auf vielen Bühnen

Das Jugendmusikfest Sachsen-Anhalt feiert 25-jähriges Jubiläum: Vom 19. September bis 4. Oktober präsentieren Kinder und Jugendliche ihr Können in einer großen Bandbreite an Genres und Veranstaltungsformaten auf höchstem musikalischen Niveau – vom Kammermusikkonzert über Akkordeon-Klangwelten bis hin zu Rock- und Jazz-Workshops. Der neue Name des Festivals „furiosa“ gibt die Richtung vor: Es geht um die Leidenschaft zur Musik und darum, diese Begeisterung untereinander zu teilen und an die Hörer weiterzugeben. Die Veranstaltungsorte verteilen sich über das gesamte Landesgebiet, mit Schwerpunkten unter anderem in Halle, Magdeburg und Blankenburg im Harz.

Seit Jahren ein fester Bestandteil des Jugendmusikfestes ist die Reihe „In capella“, bei der Kirchenräume zu Konzertsälen werden. In diesem Jahr wird die Kirche St. Laurentius in Bad Dürrenberg zur Bühne für junge Preisträger und Preisträgerinnen vom Wettbewerb „Jugend musiziert“, die hier sowohl aus ihrem Wettbewerbs-Repertoire spielen als auch neu erarbeitete Stücke präsentieren. Das Konzert findet am 26. September um 17 Uhr statt. Weitere „In capella“-Konzerte finden dieses Jahr in Wilsleben, Dessau, Beuster und Wettin statt.

Höhepunkte in und um Halle sind außerdem das traditionelle Jahreskonzert der Komponistenklasse Halle im Halleschen Dom am 26. September um 15 Uhr sowie das Konzert „Stretta“ in der Kirche St. Ursula in Niemberg am 4. Oktober um 17 Uhr, bei dem Teilnehmer des gleichnamigen Kammermusikkurses ihre Ergebnisse vorstellen.

„Furiosa“ – das Jugendmusikfest in Sachsen-Anhalt ist ein deutschlandweit einzigartiges Format: Es gibt Kindern und Jugendlichen bis zum 26. Lebensjahr die Möglichkeit, sich in einem eigenen Landesfestival zu präsentieren, dabei werden sie teils von Berufsmusikern unterstützt. In Trägerschaft des Landesmusikrates Sachsen-Anhalt wird das Jugendmusikfest finanziert vom Land Sachsen-Anhalt und erhält in diesem Jahr Unterstützung von der ÖSA - Öffentliche Versicherungen Sachsen-Anhalt, Ströer Media, der Finanzgruppe Deutscher Sparkassenverband, pandamedien und ist Kulturpartner von MDR Kultur. Auch in diesem Jahr hat Gabriele Brakebusch, Präsidentin des Landtags von Sachsen-Anhalt, die Schirmherrschaft übernommen.



Höhepunkte des Jugendmusikfestes in Halle

Jahreskonzert der Komponistenklasse / am 26.9. um 15 Uhr im Dom zu Halle

Uraufführungen junger Komponisten

Im traditionellen Jahreskonzert der Komponistenklasse Halle trifft in diesem Jahr ein ungewöhnlich besetztes Ensemble aufeinander: Oboe, Harfe, Tuba, Viola, Marimbaphon und eine Altstimme werden in unterschiedlichen Konstellationen die Werke der jungen Komponisten im Alter von 9-18 Jahren zu Gehör bringen. Geleitet werden die Musiker des renommierten Kammerorchesters Sinfonietta Dresden, mit dem die Komponistenklasse Halle eine jahrelange Zusammenarbeit verbindet, von Uwe Zimmermann.

-> Eintritt: 7 €, ermäßig 5 €

Stretta / am 4.10. um 17 Uhr in der Kirche St. Ursula, Niemberg

Kammermusik im Konzert

Ein besonderes Weiterbildungsangebot hat das Jugendmusikfest bereits zum zweiten Mal für Teilnehmer des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ initiiert: Unter der Leitung von Michael Wendeberg – seit 2016 erster Kapellmeister an der Oper Halle und künstlerischer Leiter des Jugendsinfonieorchesters Sachsen-Anhalt – findet vom 2. bis 4. Oktober der Kammermusikkurs „Stretta“ statt, bei dem Jugendliche das Zusammenspiel im Ensemble sowie in Duo- und Triobesetzung proben können. Die Ergebnisse werden am 4. Oktober bei einem öffentlichen Konzert in der Kirche St. Ursula in Niemberg präsentiert.

Der Eintritt ist frei. Am Ausgang wird um eine Kollekte gebeten.

Klangwelten / am 27.9. um 16 Uhr im Bestehornhaus in Aschersleben

Akkordeon-Klangwelten

Die Vielfalt des Akkordeons bringt bereits seit 24 Jahren das Landes-Akkordeon-Ensemble Sachsen-Anhalt zu Gehör. Im Konzert am 27. September stehen unter der Leitung des Halleschen Musikers und Pädagogen Lutz Stark u. a. die „Suite Gothique op. 25“ des französischen Komponisten der Romantik Léon Boëllmann, „Lambada concertante op. 210“ des Litauers Jonas Tamulionis sowie die „Downland Suite“ in der Fassung für Streichorchester von John Ireland auf dem Programm. Darüber hinaus werden auch „Die Galerie – Kontraste in Farbe“ – eines der bekanntesten Werke von Heinz Ehme – sowie „Alte ungarische Tänze aus dem 17. Jahrhundert“ von Ferenc Farkas und Astor Piazzollas „Contrabajisimo“  zu hören sein.

-> Eintritt: 7,50 €, ermäßig 5 €. Für einen reibungslosen Ablauf des Konzerts bitte den Vorverkauf unter der Nummer 03473/ 8409440 oder g_klotz@aschersleber-kulturanstalt.de nutzen.

Workshops / in Blankenburg und Magdeburg

Mal jazzig, mal rockig – Anmeldungen noch möglich

Zwei weitere Workshops ergänzen in diesem Jahr den Kammermusik-Kurs „Stretta“, allerdings coronabedingt leider ohne öffentliches Konzert: Beim dreitägigen Workshop
„Makin’ Jazz“ im Kloster Michaelstein werden in den jeweiligen Instrumentengruppen unter der Anleitung professioneller Musiker verschiedene Jazz-Werke Stück für Stück erarbeitet. Der Workshop, für den sich dieses Jahr xx Teilnehmer qualifiziert haben, wird von Professor Ansgar Striepens geleitet – Gastdirigent und Arrangeur der WDR
Big Band und einer der gefragtesten Arrangeure und Dirigenten in der deutschen Big–Band–Szene sowie Leiter des Jugendjazzorchesters Sachsen-Anhalt und des Bundesjazzorchesters. Im Zeichen der Rockmusik steht der Rock Up!-Workshop im Gröninger Bad in Magdeburg. Junge Bands können hier einen Tag mit professionellen MusikerInnen proben und am Ende des Workshops in einem Konzert zeigen, was sie gelernt haben. Dabei steht neben der Arbeit am eigenen Instrument ebenso der Austausch mit Gleichgesinnten im Vordergrund.

Anmeldungen sind hier noch möglich (Kontakt: katrin.brechmann@lmr-san.de.), Termine: Freitag, 25. bis Sonntag, 27. September | Kloster Michaelstein, Blankenburg Makin’ Jazz Workshop für Jazzcombos und Einzelmusiker unter der Leitung von Prof. Ansgar Striepens, Samstag, 3. Oktober | Gröninger Bad, Magdeburg Rock up! Workshop für Rockbands aus ganz Sachsen-Anhalt