Bewegte Welten - 19. Impronale

1. Advent – das heißt Impronale-Zeit! Vom 24. bis 27. November wird auch in diesem Jahr wieder live improvisiert, dass sich die Bühnenbretter biegen. Im ihrem 19. Jahr vereint die Impronale dabei Bewährtes mit Innovation und geht neue Wege. Denn in diesem Jahr wird nicht nur in Halle improvisiert. Mit dem Format „Labor“ stattet die Impronale außerdem Bitterfeld-Wolfen und Zeitz einen Besuch ab. Bei diesem innovativen Improvisationsformat, das bei der Impronale Premiere feiert, stellt sich eine bunte Mischung aus Künstler:innen die Frage „Was mich treibt?“. Ebenfalls neu in diesem Jahr: Moderiert und gestaltet durch die „Melken- AG" wird das Publikum zu allen Aufführungen zum Austausch und Feedbackgeben angeregt. Die diesjährige Impronale verspricht zu bewegen und bewegt zu werden: Ob (Dis)tanz oder Nähe, von der gewählten Intimität einer Wohngemeinschaft zum Eindringen des Unbekannten in die eigenen vier Wände und mit Mitwirkenden aus den unterschiedlichsten Ecken dieser Welt. Wie immer gehören Workshops bei einigen der besten Improtrainer/-innen aus dem In- und Ausland zum Programm. Schirmherrin des Festivals ist auch in diesem Jahr Dr. Judith Marquardt, Beigeordnete für Kultur und Sport der Stadt Halle und langjähriger Fan der Impronale. „Ich freue mich auf die Schauspielerinnen und Schauspieler, die auftreten werden“, so Marquardt. „Das Improvisationstheater reagiert auf tagesaktuelle Themen und erlaubt dem Publikum aktiv auf das Bühnengeschehen Einfluss zu nehmen. Eingefahrene Muster werden aufgebrochen, Vorurteile und Abwehrmechanismen abgebaut. Global geltende Improvisationstheaterregeln ermöglichen eine gemeinsame künstlerische Sprache, die über Sprachbarrieren hinweg ihre Magie entfaltet.“



Di(s)tanz / am 24.11. um 20 Uhr in der Händelhalle

Das Chaos der Zeit

Soziale Distanzierung kann vieles sein: Eine Art der Verantwortung, schmerzlicher Verlust, bizarre Erleichterung. Wie können wir mit den gesellschaftlichen Umbrüchen, der Polarisierung und dem Chaos unserer Zeit umgehen? Wir tanzen! Wir schwitzen, wir bewegen uns, wir leben. Und daraus könnte sich der nächste Schritt ergeben. Es spielen: Beatrix Brunschko (Graz, AT), Jacob Banigan (Graz, AT), Lal Kreusch (Halle, DE), Lena Försch (Würzburg, DE), Maja Dekleva Lapajne (SVN), Nadine Antler (Hausen, DE), Nele Kießling (Göttingen, DE), Vincent Göhre (Halle, DE)

 

In bester Gesellschaft / am 25.11. um 20 Uhr in der Händelhalle

Mit Wahnsinn in bester Gesellschaft

Was, wenn man sich plötzlich in einer WG wiederfindet, die so ganz anders ist als man selbst? Wo man trotz des hellen Wahnsinns in bester Gesellschaft ist? Annika und Paula sind Schwestern – und könnten unterschiedlicher nicht sein. Wenn Pech und Schwefel mal wieder explodieren, brauchen sie ihre Mitbewohnerin. Es spielen: Schwestern in der Überzahl mit Lena Försch (Würzburg, DE), Nadine Antler (Hausen, DE) und eine unbekannte Dritte.

 

Die Serienjunkies „Unheimlich“ / am 25.11. um 22 Uhr in der Händelhalle

Live und online zu erleben

Die Welt draußen ist chaotisch, aber in unseren eigenen vier Wänden haben wir die Kontrolle. Was, wenn sich die Regeln der Realität ändern? Beatrix Brunschko und Jacob Banigan improvisieren eine unheimliche Begegnung mit dem Unbekannten. Live im Theater gespielt, stattet dieses hybride Format den Zuschauenden digital zuhause einen Besuch ab und deckt auf, welche Geschichten sich dort verbergen. Sie können online zuschauen oder mitwirken. Es spielt: Theater im Bahnhof (AT) mit Jacob Banigan, Beatrix Brunschko, Lorenz Kabas, Kamera und Schnitt: Johanna Hierzegger Ton und Sounddesign: Claudia Holzer

 

The Bohemian Tragey / am 26.11. um 20 in der Händelhalle

Starker Hang zu schlechter Folklore

Was passiert, wenn ein mährischer Schauspieler, ein australischer Zirkusartist, ein slowakischer Pantomime und ein tschechisches Improvisationsgenie zusammenkommen? „Us boys" bringen regelmäßig gemeinsam Freiform-Improvisationen mit Bewegungen, Rhythmus, Stimmen, Akrobatik und einem starken Hang zu schlechtem Folkloregesang auf die Bühne. Es spielen: Šimon Pliska (CZ), Lukas Blaha Bliss (AUS), Andrej Lyga (SVK) und Václav Wortner (CZ) Musik: Tomáš Kůgel, Michal von Klaun, Licht: Jonatan Vnouček

 

4play / am 26.11. um 22 Uhr in der Händelhalle

Vier mal vier ist vielzig

Vier sind am Leben. Einer ist reich. Vier wollen eine Veränderung. Drei sind glücklich. Zwei sind Mütter. Vier werden schlecht bezahlt. Einer will nur Sex. Vier gehören zur Mittelschicht. Eine ist eine Kommunistin. Zwei hätten das Theater fast aufgegeben. Vier haben Spaß an Improvisation. Zwei haben Angst vor dem Unbekannten. Drei sind mutig. Vier spielen: Mary Shelley’s Mothers mit Beatrix Brunschko (AT), Nele Kießling (DE), Rama Nicholas (AUS) und Maja Dekleva Lapajne (SVN)

 

Labor – Was mich treibt? / am 27.11. um 18 Uhr in der Händelhalle

Fünf Menschen in einem Labor

Eine wilde Mischung von Künstlern und Künstlerinnen stellt sich in einem fünftägigen Labor die Frage: „Was mich treibt?“. Wie wirkt sich die persönliche, finanzielle oder geografische Umgebung aus, wie die eigene Sozialisation und Kultur? Zeitz, Wolfen und Halle dienen dabei als Laborraum und Aufführungsorte dieses selbst entwickelten Theaterformats. Es spielen: Lorenz Kabas (Graz, AT), Verena Lohner (Hamburg, DE), Barbara Klehr (Berlin, DE), Raschid D. Sidgi (Leipzig, DE) und Katja Blüher (Halle, DE)