15. Festival Women in Jazz - Das Replacement Festival

Die COVID-19 Pandemie hat die Festivalgestalter des Women in Jazz Festivals im Frühjahr zu einer Absage gezwungen. Als Alternative folgte zwischen dem 25. April und 9. Mai ein virtuelles Festival mit Konzerten aller Festivalkünstlerinnen und dem Schwerpunkt „Next Generation“.

Doch das 15. Festival sollte auch live stattfinden. Die weibliche Jazzszene stellt zunehmend das innovative Element in der internationalen Jazzszene dar, so dass eine Absage für die Festivalgestalter nicht in Frage kam.   Nun ist es soweit. Vom 29. August bis zum 9. September 2020 findet das 15. Festival Women in Jazz in Halle und im Saalekreis mit einem attraktiven Festivalangebot statt. Zwölf Konzerte, ein Jazz-Gottesdienst, zwei Stadtrundgänge, eine Ausstellung sowie der SWH-Saalejazz sind vorbereitet. Im Mittelpunkt des Programms stehen Jazzmusikerinnen aus Südamerika und aus Europa.



Spitzenjazz in Halle

Das Festival präsentiert internationalen Spitzenjazz! Angesagt sind aus Südamerika die chilenische Saxofonistin Melissa Aldana, die brasilianische Sängerin Viviane De Farias und die kubanische Violinistin & Sängerin Yilian Canizares. Der europäische Jazzszene wird durch die norwegische Sängerin Silje Nergaard, die polnische Jazzbassistin Kinga Glyk, die in St. Petersburg geborenen Pianistin Lora Kostina in Zusammenarbeit mit der Jazzsängerin Pascal von Wroblewsky und die deutschen Jazzpianistin Julia Hülsmann hervorragend repräsentiert.

Erstmals wird ein Teil des Festivals der „Next Jazz Generation“ gewidmet. Dazu gehören die ukrainische Saxofonistin Olga Almechenko und ihr multinational zusammengesetztes Quartett, die außergewöhnliche Cellistin Marie Spaemann aus Wien, die Pianistin und Sängerin Catt und die beiden Sängerinnen Cansu Tanrikulu aus der Türkei und Mia Knop Jacobsen aus Dänemark, die gemeinsam mit der Pianistin Julia Hülsmann im Konzert in außergewöhnlicher Art und Weise lyrische Bilder und Klangwelten entstehen lassen. Hier ordnet sich auch die Mitwirkung des Landesjungendjazzorchester Sachsen-Anhalt ein.

Auch ein Ensemble, dessen musikalische Wurzeln in Halle liegen, wird zum Festival zu erleben sein. Katharina Debus & Slix gelten als eine der innovativsten A-Capella Gruppen Europas. Das Festival erweist eine der wichtigsten deutschen Jazzsängerinnen, Uschi Brüning, seine Reverenz. Das Festival eröffnet die dänische Jazz- und Kirchenmusikerin Janne Mark, in einem gemeinsamen Konzert mit der in Mitteldeutschland beheimateten Gruppe Malou in der Pauluskirche. Bedauerlicher Weise muss das Festival auf Grund der Pandemie erstmals auf die Mitwirkung US-Amerikanischer Jazzmusikerinnen verzichten.



Festival mit Sicherheitskonzept

Natürlich ist das Festivalkonzept unter dem Aspekt einer höchstmöglichen Sicherheit des Publikums und der Künstlerinnen unter den Bedingungen der COVID - 19 Pandemie entstanden. Um dies zu gewährleisten, mussten neue Veranstaltungsorte gefunden werden, die den gegenwärtigen Abstandsregeln entsprechen. Aus diesem Grund werden drei Konzerte in Halle und zwei Konzerte im Saalekreis als Open - Air - Konzerte durchgeführt. So werden die Peißnitzbühne, der Kurpark Bad Lauchstädt und der Schlosspark Teutschenthal erstmals Festivalorte.  Weitere Veranstaltungsorte sind das Biozentrum, die Konzerthalle Ulrichskirche und die Georg-Friedrich-Händel Halle.

Alle Konzertbesucher sind gebeten, die geltenden Hygieneregeln zu beachten. Dies betrifft die Abstandshaltung und das Tragen des Mund-Nasenschutzes am Veranstaltungsort sowie die Abgabe eines Gesundheitsbogens. Auf den Sitzplätzen, die paarweise angeordnet sind, kann die Maske während der Konzerte abgesetzt werden.

Alle bisher für die stattfindenden Konzerte erworbenen Tickets behalten ihre Gültigkeit. Die Platzzuweisung erfolgt vor Ort im Rahmen der erworbenen Platzgruppen. Natürlich gibt es für alle Konzerte noch Tickets. Der Ticketverkauf erfolgt exklusiv über die Webseite www.womeninjazz.de

Die Festivalgesellschaft bedankt sich bei allen Sponsoren, bei der Stadt Halle und beim Land Sachsen-Anhalt für die gewährte Unterstützung. Kein Festivalsponsor hat seine Unterstützung zurückgezogen. Auch bei den Jazzfans, die ihre Tickets für ausgefallene Veranstaltungen gespendet haben, gilt unser Dank. Viele Jazzfreunde haben dem Festival Unterstützung gegeben, in dem sie unaufgefordert ihre Tickets in Gutscheine für das kommende Festival umgetauscht haben.

Trotz dieser weitreichenden Unterstützung wird das Replacement – Festival, insbesondere der auf Grund der erforderlichen Abstandshaltung gewählten Veranstaltungsorte und er damit verbundenen technischen und organisatorischen Zusatzaufwendungen, für die veranstaltende Women in Jazz gGmbH eine organisatorische und finanzielle Herausforderung, die es mit dem Zuspruch unseres Publikums zu meistern gilt.

Die Festivalgestalter sind sicher, dass die Freude Jazzkonzerte wieder live und gemeinsam zu erleben, die Angst vor dem CONVID-19 Virus überdecken wird und uns ein Stück Normalität in einer ungewöhnlichen Zeit zurückbringen kann.