Früher oder Später – Das Werkleitz Festival in Halle

Das Werkleitz Festival 2026 unternimmt mit Früher oder Später vom 3. bis 12. Juli in Halle (Saale) die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema Zeit. Ausstellung, Filmprogramm und intergenerationelle Gespräche laden dazu ein, vielfältige Perspektiven auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander ins Gespräch zu bringen. 
Ob Zeitenwende, Klimafristen oder Debatten um Lebens- und Arbeitszeit – Fragen nach Zeit und Zukunft prägen die gesellschaftlichen Auseinandersetzungen. Das Werkleitz Festival greift diese Entwicklungen auf und fragt: Wie erleben Menschen Zeit heute? Welche Zukunftsvorstellungen verbinden verschiedene Generationen miteinander? Und was geht verloren, wenn Zeit zunehmend als begrenzte Ressource erscheint?

Das Werkleitz Festival 2026 Früher oder Später eröffnet am Freitag, 3. Juli, um 18 Uhr in der Großen Ulrichstraße 13–15 in Halle (Saale). Nach dem Grußwort von Rainer Robra, Staatsminister und Minister für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt, folgen der Rundgang durch die Ausstellung und weitere Programmpunkte.

 


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Ausstellung und Gespräche

Der Ausstellung im Zentrum des Werkleitz Festivals ging ein öffentlicher Aufruf voraus: Gesucht wurden Kunstwerke zum Thema Zeit. Aus über 300 Einreichungen präsentiert Werkleitz 100 künstlerische Positionen. Zu sehen sind Filme, Fotografien, Gedichte, textile Arbeiten, Hörstücke, Malerei und Skulpturen, die sich auf unterschiedliche Weise mit dem Empfinden und Vermessen von Zeit beschäftigen. Mehr als die Hälfte der Arbeiten kommt aus Sachsen-Anhalt.
Experimentierfeld des Festivals sind intergenerationelle Gespräche. Acht Tandems, jeweils bestehend aus einem jüngeren und einem älteren Erwachsenen, haben sich über mehrere Monate hinweg regelmäßig getroffen und über Zeit, Zukunft, persönliche Entwicklungen und gesellschaftlichen Wandel gesprochen. Sie stellen ihre Erfahrungen und Erkenntnisse beim Festival öffentlich vor. 


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Filmprogramm

Die beiden Kurzfilmprogramme, kuratiert von Luc-Carolin Ziemann, sind im Puschkino Halle zu sehen. Generations on Screen (4. Juli, 19:00) versammelt filmische Perspektiven auf Familie, Herkunft und generationenübergreifende Beziehungen. Zeitsprünge (9. Juli, 19:00) nähert sich dem Thema Zeit aus unterschiedlichen Blickwinkeln und erzählt von Erinnerung, Veränderung und Zukunft.
Eine Premiere feiert zudem das erste Kinderfilmprogramm in der Geschichte des Werkleitz Festivals. Unter dem Titel Zeitlupe (empfohlen ab 5 Jahren) lädt es ein, Film und Kino spielerisch zu entdecken und dabei die Zeit unter die Lupe zu nehmen. 
Im zeitlichen Rahmen des Festivals präsentiert sich die Agentur für Aufbruch (AfA) mit ihrem Jahresthema Generationen. Am Festivalort lädt sie zur Präsentation der aktuellen Spring-School-Ergebnisse sowie zu erkundenden Stadtspaziergängen – Was erinnert die Zukunft? Ein AFA-Gespräch am 3. Juli greift Spaziergänge als künstlerische Forschung und das Potenzial kollektiver Stadterfahrung auf.