Tag des offenen Denkmals

Jedes Jahr am zweiten Sonntag im September findet der Tag des offenen Denkmals statt. Am 8. September soll den Besuchern die Möglichkeit gegeben werden, historische Bauten und Stätten, die sonst geschlossen bleiben, zu besuchen. Darunter sind in Halle zum Beispiel die Leopoldina, das Puschkinhaus und die Bartholomäuskirche, aber auch weniger bekannte Orte wie das historische Straßenbahndepot. Abgerundet wird der Tag durch Vorträge, Ausstellungen, Führungen und Feste. Die Idee des Tages des offenen Denkmals wurde 1984 vom Kulturminister  Jack Lang in Frankreich mit den „Journées Portes ouvertes dans les monuments historiques“, den Tagen der offenen Tür historischer Monumente, ins Leben gerufen.  Da in den folgenden Jahren immer mehr Länder dem französischen Beispiel folgten, wurde 1991 diese Idee vom Europarat mit den National Heritage Days aufgegriffen und 1993 durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz erstmalig in Deutschland in 1.200 Kommunen umgesetzt. Es öffnen rund 7.500 Denkmäler in über 2.700 Kommunen. Private und öffentliche Denkmäler können jährlich in das Gesamtprogramm aufgenommen werden, unter der Voraussetzung, dass der Eintritt am Tag des offenen Denkmals kostenlos ist. Außerdem gibt es parallel zum Aktionstag den Jugend-Fotowettbewerb „Fokus Denkmal“.



Anlässlich des 100. Bauhausjubiläums findet der diesjährige Tag des offenen Denkmals unter dem Motto „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“ statt und soll den Blick auf technische Fortschritte und bahnbrechende Ideen im Laufe der Jahrhunderte richten. zum 28. Mal öffnet die Stadt Halle 38 Gebäude, davon 14 Profanbauten, fünf Industriedenkmale und acht Sakralbauten. In der nähere Umgebung im Saalekreis sind elf verschiedene Denkmale zu besichtigen. Dabei wird in den Frankeschen Stiftungen Brot gebacken, im historischen Straßenbahndepot Rundfahrten mit einem 125 Jahre alten Triebwagen angeboten und im Stadtbad wird im Zuge der Ausstellungseröffnung "architectura hydraulica" eine Schaubohrung von einer Holzwasserleitung stattfinden.



Die Eröffnungsveranstaltung findet am Sonntag, den 8. September um 10:00 Uhr im Wasserturm Süd statt, der mit seiner Aussichtsplattform ein Besuchermagnet ist. Unter anderem spricht der hallenser Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand.

Die Highlights des diesjährigen "Tag des offenen Denksmals" ist die Kellerführung der Franckeschen Stiftungen und die Leopoldina, deren Geschichte bei der Freimaurerloge beginnt. Außerdem gibt es in ganz Halle Führungen durch historische Orte.

Weitere Informationen zu den Terminen gibt es auf www.tag-des-offenen-denkmals.de, bei Kulturfalter oder in dem Programmflyer der kostenlos in der Stadtinformation Halle, Marktschlösschen und der Thalia-Buchhandlung ausliegen.