Ja, das ändert natürlich alles

Liebe und Hass liegen in der Familie der Ahstonburrys um Jule Torhorst (2.v.l.) nah beeinander (Foto: Pr)

Eine illustre Gesellschaft findet sich regelmäßig zu einer besonderen Feier im Kempinski Hotel Rotes Ross zusammen. Anlass ist die Testamentseröffnung des wohlhabenden und plötzlich verstorbenen Lord Ashtonburry. Seine Witwe, gespielt von Jule Torhorst (30, Foto: 2. v.l.), empfängt die geladenen Gäste an üppig dekorierten Tischen. Was als „normaler Leichenschmaus“ beginnt, entwickelt sich zu einem spannenden Krimidinner. Kulturfalter nutzte eine Dinnerpause, um mit der Lady über Halle und die buckelige Verwandtschaft zu sprechen.

Kulturfalter: Frau Torhorst, wo war die Lady gestern?

Jule Torhorst: In Berlin, wir hatten zwei Tage frei und deswegen war ich zu Hause.  

Sie waren am 15. November zum ersten Mal in Halle. Was kennen Sie von der Stadt – Halloren, Rotkäppchen oder Händel?

So direkt kenne ich nichts davon. Wir sind direkt zum Spielort gefahren. Doch ich weiß, dass es die Schokoladenfabrik gibt und kenne natürlich Händel und Rotkäppchen. Wenn ich das nächste Mal da bin, würde ich mir gern die Innenstadt und vielleicht die Schokoladenfabrik anschauen.  

Isst die Lady gern Schokolade?

Ja, aber nur sehr gute und keine Supermarktschokolade.  

Wie ist es eigentlich, jeden Tag die buckelige Verwandtschaft (ist im Stück üblicherweise das Publikum) zu treffen?

Das kommt auf die Verwandtschaft an. Natürlich ist Ärger vorprogrammiert und die Lady hat alle Hände voll zu tun. Aber wenn die Verwandtschaft verkleidet ist und sich freut, dann ist es schön, sie zu treffen. Manche Gäste bereiten sich richtig vor und denken sich eine Rolle aus, die sie dann den ganzen Abend spielen. Aber auch, wenn sie nur zuschauen, ist es schön, die Gäste zum Lachen zu bringen.  

Bekommt man als Lady auch einen „Krimiblick“ für den Alltag?

Ja, ich merke es und kaufe auf einmal Hörbücher von Sherlock Holmes und Sätze aus dem Stück wandern in den Alltag, weil sie manchmal einfach gut passen.  

Ein Beispiel?

„Ja, das ändert natürlich alles.“ Ein Satz vom Kommissar – passt eigentlich immer.

In welchem Krimi würden Sie gern einmal mitspielen?

Ein Traum ist natürlich einen Tatort zu spielen. Gern auch als Mörder oder Kommissar. Die sind einfach immer super und es schauen auch viele Menschen zu.  

Wo ist die Lady morgen?

In Hattingen bei Wuppertal, sie muss wohl zu einer Testamentseröffnung.

Vielen Dank für das Gespräch!

(Martin Große, Kulturfalter Juni 2007)

 

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