Von der Sprühdose zur Malerei

Ein Multitalent - Sebastian Herzau ist Student, Künstler und Iniator des HO-Kunstpreises (Foto: Privat)

Die dieHO-Galerie aus Magdeburg lobt auch in diesem Jahr wieder mit Unterstützung der Stadt-Sparkasse Magdeburg, den Magdeburger Verkehrsbetrieben, der Agentur Frische Ideen und dem Kulturfalter zum inzwischen vierten Mal den „dieHO-Kunstpreis“ aus. Teilnahmeberechtigt sind Künstler aller Genres und Techniken aus dem Bereich der bildenden Kunst mit Wohnsitz in Sachsen-Anhalt. Neben einem Preisgeld in Höhe von 500 Euro erhält der/die Preisträger/in eine Einzelausstellung in Magdeburg. Des Weiteren wird der dieHO-Nachwuchspreis vergeben. Dieser richtet sich an junge Künstler aller Genres und Techniken zwischen 17 und 22 Jahren mit Wohnsitz in Sachsen-Anhalt. Der Nachwuchspreis ist ebenfalls mit 500 Euro dotiert. Bewerben können sich KünstlerInnen aller Genres und Techniken aus dem Bereich der Bildenden Kunst. Der dieHO-Nachwuchspreis ist ausschließlich für junge KünstlerInnen zwischen 17 und 22 Jahren gedacht, die bisher keinen Eignungstest an einer Kunsthochschule erfolgreich bestanden haben dürfen. Bewerben können sich KünstlerInnen mit Wohnsitz in Sachsen-Anhalt. Kunststudenten bewerben sich ausschließlich für den dieHO-Kunstpreis. Die Preisverleihung ist im April in Halle oder Magdeburg. Der Maler Sebastian Herzau und der Bildhauer Volker Kiehn organisieren seit vier Jahren den dieHO-Kunstpreis. Weil Kulturfalter diesen unterstützt, sprachen wir mit Organisator Sebastian Herzau.

Kulturfalter: Wie kommt man auf die Idee zu einem Kunstpreis?

Sebastian Herzau: Volker Kiehn und ich, wir stellten vor einigen Jahren fest, dass es um den Nachwuchs in Sachen Kunst in Sachsen-Anhalt recht schlecht bestellt war und viele Leute auch weggehen aus unserer Gegend. Wir wollten die Leute aus der Reserve locken und wollten die Szene ein wenig beleben.  

Dreh- und Angelpunkt des Preises ist Ihre eigene Galerie dieHO in Magdeburg. Sie sind gleichzeitig auch noch Student in Halle an der Burg Giebichenstein und Künstler. Ein recht abwechslungsreicher Werdegang für einen 29-Jährigen...

Das hat sich alles so entwickelt. Ich hatte in Magdeburg mit Volker Kiehn zusammen ein Atelier. Dort gab es noch mehr Räumlichkeiten, und so entstand die Galerie vor fünf Jahren. Wir wollten unsere Werke zeigen und natürlich auch die von anderen Künstlern. Außerdem ist Magdeburg eine recht leere Stadt. Es gibt nicht viele Galerien. Im Jahr 2007 wurde ich in Halle an der Burg angenommen, und seitdem bin ich hier in der Malereiklasse.  

Wie waren die bisherigen Resonanzen auf den Kunstpreis?

An sich waren sie positiv. Aber von den Bewerbungen haben wir uns mehr erhofft. Wir haben immer so 40 bis 60 Bewerbungen, die vom Niveau auch toll sind. Aber weil wir von den Kunstrichtungen her total offen sind, müssten es eigentlich mehr sein. Aber wir stehen auch noch mit vielen Künstlern in Kontakt, machen einmal im Jahr eine Gemeinschaftsausstellung, und alle Künstler sind immer noch am Ball. Und das ist auch eine sehr schöne Resonanz und Entwicklung, die durch diesen Preis entstanden ist. 

Normalerweise interviewen wir an dieser Stelle Menschen, die nur kurz in Halle sind. Viele überraschen uns mit einigem Wissen über die Stadt. Deswegen folgende Fragen auch an Sie: Haben Sie Lieblingsplätze in Halle?

Auf jeden Fall das Hochschulatelier; (überlegt) und das Potemkin und das Collone Morris im Paulusviertel.  

Bevor Sie nach Halle kamen, was wussten Sie über die Stadt?

Wirklich gar nichts. Meine ersten Erinnerungen sind an den Verkehr hier, an das Einbahnstraßengetue und dass man sich hier verfährt. Aber jetzt liebe ich diese Stadt. Sie ist perfekt zum Studieren und man braucht kein Auto!  

Welche Station kommt nach Halle?

Das weiß ich noch nicht. Aber nach meinem Studium kommen definitiv noch andere Stationen. Es gibt noch viele schöne Städte. Ich denke, das ist auch notwendig, denn ansonsten bleibe ich zumindest gefühlt immer Student.

Herr Herzau, vielen Dank für das Gespräch.

 

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