Mit "Classic Lovesongs" auf großer Herbsttour

2013 startete die Herbsttournee von Björn Casapietra, und Halle stand neben anderen als Veranstaltungsort auf dem Programm. Anlässlich seiner "Classic Lovesongs"-Tournee sprach Kulturfalterredakteurin Sarah Langhoff mit Björn Casapietra.

Kulturfalter: Was kennen Sie von Halle? Gibt es irgendwelche (familiären) Verbindungen zur Stadt?

Björn Casapietra: Mein Vater kam aus Leipzig und war ein berühmter Dirigent, die meisten werden ihn sicher als Chefdirigenten der Dresdner Philharmonie kennen. Durch ihn habe ich folglich die Stadt Halle kennengelernt, da er hier auch oft zu Gast war auf diversen Veranstaltungen. Vor einiger Zeit habe ich gemeinsam mit meinem Bruder Uwe Hassbecker (Silly) und diversen Gästen drei unvergessliche Konzerte in der Ulrichskirche in Halle gegeben, das Publikum reagierte bombastisch auf uns. Von diesem Zeitpunkt an stand für mich fest: Ich will diese Stadt mit meiner Musik, mit meiner romantischen und gefühlvollen Musik erobern! Ich habe mich stimmlich gesehen enorm weiterentwickelt und bin in Bestform, damit möchte ich gern Halloren, Hallenser, Halunken – einfach alle – erreichen und überraschen!

Wie kamen Sie dazu, romantische/leidenschaftliche Musik auf die Bühne zu bringen?

Für mich gibt es kein schöneres Gefühl, als die Menschen mit meiner Musik zu erreichen. Ich möchte nicht nur Musik fürs Ohr produzieren, sondern mein Publikum im Innersten erreichen, und das schaffe ich mit wahnsinnig gefühlvollen Meisterwerken von großen Künstlern. Ich verbinde romantische Lieder mit authentischem Gesang, und das macht meine classic lovesongs aus. Für mich sind meine Interpretationen klassischer romantischer Werke eine Mischung aus dem Berühren von Menschen in ihrem Herzen und dem Gefühl, die Welt zu verbessern.



Sind Sie privat auch ein Lovesongverfechter?

Mich beeindruckt es, wenn man viel Gefühl in einem bestimmten Lied oder allgemein in Musik spürt. Ich höre sehr gerne traurige, leidenschaftliche und melancholische Musik.

Herr Casapietra, Sie sind nicht nur bravouröser Sänger, sondern auch Schauspieler: Wie vereinbaren Sie Musik- und Schauspielkarriere?

Es stimmt schon, ich habe hier und da mal als Schauspieler gearbeitet, jedoch drehe ich sehr wenig. Mein Herz schlägt einfach für die Musik und deswegen investiere ich darin auch mehr. Ich genieße es einfach auf der Bühne zu stehen. Seit den letzten vier Jahren gab es nach jedem Auftritt Standing Ovations, das hat mich einfach so sehr beeindruckt, dass mir klar war: Der musikalische Pfad ist der richtige für mich.

Auf Ihrer Tournee war die Pianistin Ilze Korodi an Ihrer Seite. Wie kam es zur Zusammenarbeit mit ihr?

Ilze Korodi wurde mir als herausragende Pianistin empfohlen, und schon nach der ersten Probe mit ihr stand fest, dass wir total harmonieren. Ich freue mich sehr darüber, dass ich mit ihr an meiner Seite auf der Bühne stehen darf. Auch das Publikum darf sehr gespannt auf Ilze Korodi sein, sie wird nämlich ein tolles Solo am Klavier auf meinem Konzert in Halle geben.



Sie verzaubern unzählige Menschen mit Ihrer Musik. Gibt es etwas, was Sie persönlich dazu antreibt?

Ich bin ein klassischer Tenor und in der klassischen Musik wird man natürlich stets mit romantischer Musik konfrontiert. Ich hege eine große Leidenschaft für diese, ganz klar, und das treibt mich dazu an, diese Leidenschaft auch den Menschen zu vermitteln. Es gibt nichts Schöneres als den Blick von der Bühne aus durch die Reihen des Publikums wandern zu lassen und zu bemerken, dass ich einigen Menschen mit meiner Stimme und der Umsetzung der Lieder Tränen in die Augen treibe. Es ist ein atemberaubendes Gefühl zu erleben, wie Zuschauer so überwältigt sind und vor Freude entweder strahlen oder sogar weinen. Eines steht für mich fest: Es gibt keine stärkere Macht auf Erden als die Liebe! Und egal auf welche Art und Weise, kann man mit Liebe die Menschen immer erreichen. Ich bringe viel Sehnsucht in meiner Musik zum Ausdruck und möchte damit die Herzen der Menschen öffnen und sie in ihrem Innersten berühren.

Komponieren Sie selbst auch Stücke oder spielen Sie gar ein Instrument?

Hin und wieder schreibe ich Texte. Auf meiner Tournee werde ich das Stück „Vaters Lied“ singen, dieses habe ich selbst geschrieben für meinen verstorbenen Vater Herbert Kegel.

Welches Projekt war das letzte?

Mein sechstes Album, das ich gemeinsam mit meinem Bruder Uwe Hassbecker und dem Produzenten Ingo Politz aufnahm. Über diese Zusammenarbeit habe ich mich sehr gefreut.

Herr Casapietra, vielen Dank für das Interview.

 

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