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Die Entdeckung des Metaorganismus – wie Mikroben die Entwicklung, das Verhalten und die Evolution im Tierreich prägen

Die Evolution der Tiere ist untrennbar mit Mikroben verknüpft. Diese Mikroorganismen haben nicht nur über Millionen von Jahren mit Tieren koexistiert, sondern deren Entwicklung und evolutionäre Wege aktiv mitgestaltet. Ihr Einfluss reicht von zellulären und genetischen Prozessen bis hin zur Organisation ganzer Ökosysteme und treibt fortwährend neue evolutionäre Innovationen und Anpassungen an. Am Beispiel des Süßwasserpolypen Hydra wird der Vortrag zeigen, dass tierische Entwicklung und Verhalten möglicherweise nie vollständig autonom waren, sondern stets von vorübergehenden oder dauerhaften Interaktionen mit der mikrobiellen Umwelt abhängig sind. Die Einbeziehung der Mikrobiom-Perspektive und die Betrachtung von Organismen als Metaorganismen eröffnet dabei ein tiefes Verständnis für das dynamische Zusammenspiel, das Gesundheit, Anpassungsfähigkeit und letztlich die Struktur des Lebens prägt. Die Vorlesung soll dazu anregen, Symbiose und mikrobielle Dynamik als grundlegende Mechanismen zu begreifen, die die Vielfalt und Komplexität des tierischen Lebens auf unserem Planeten überhaupt erst ermöglicht haben.

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15.04.2026: 18.45 Uhr
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