Jahresausstellung der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, (Foto: © Matthias Ritzmann)

Hans Finsler. Das Wesen der Dinge sichtbar machen

Vortrag mit Konrad Schopplich im Rahmen der Vortragsreihe der Freunde und Förderer des Kunstmuseums Moritzburg zu halleschen Künstler*innen Hans Finsler (1891–1972) zählt zu den bedeutendsten Vertretern des „Neuen Sehens“, der fotografischen Avantgarde der 1920er Jahre, und gilt als Wegbereiter der modernen Sachfotografie. Statt Objekte in ihrem Gebrauchskontext zu zeigen, isolierte er sie in sorgfältigen Arrangements und rückte Form, Materialität und Oberfläche in den Mittelpunkt. Dabei ging es ihm nicht um bloße Reproduktion. Die technischen Mittel der Fotografie setzte er wie eine eigene Sprache ein. So entstand seine Theorie der „optischen Grammatik“. Ab 1927 leitete Finsler die neue Fachklasse für Fotografie an der Burg Giebichenstein, die erste ihrer Art an einer Kunstgewerbeschule überhaupt. Zu seinen Studierenden zählten unter anderem Gerda Leo und Heinrich Koch. 1932 siedelte er in die Schweiz über, wo er seine Lehre an der Züricher Kunstgewerbeschule fortsetzte. Sein Nachlass kam 1987 ans Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) und begründete dort eine eigenständige Sammlung Fotografie.

http://www.kunstmuseum-moritzburg.de



Kunstmuseum Moritzburg, Friedemann-Bach-Platz 5, Tel. 0345/ 212 59 0 www.kunstmuseum-moritzburg.de

08.10.2026: 18.30 bis 21.30 Uhr
  • Eintritt frei

Stiftung Moritzburg

0345/ 212 59 53
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Anfahrt:

Friedemann-Bach-Platz 5
06108 Halle


Haltestelle // 212 m entfernt

Moritzburgring
Geiststraße
06108 Halle
Tram: Linien 3, 7, 8