Halle liest mit – „Ausradiert? Wie die Literatur der DDR verschwand“ (Reclam Verlag)
Buchpremiere im Rahmen des Lesefests „Halle liest mit“ mit dem Autor Carsten Gansel im Gespräch mit Stephan Pabst Als die DDR unterging, kam es zur Demontage der ostdeutschen Literatur. Bücher wurden vernichtet, Verlage und Betriebe für wenige D-Mark veräußert, Bibliotheken geschlossen. Autor*innen wurden pauschal als „staatsnah“ oder „-fern“ eingeteilt und aus dem kollektiven Gedächtnis verbannt – mit traumatischen Folgen. Carsten Gansel zeigt exemplarisch, warum der Westen im Osten bis heute als dominant und übergriffig empfunden wird und wirbt für einen anderen Blick auf die DDR-Literatur und die Ostdeutschen. Carsten Gansel, geb. 1955 in Güstrow war seit 1995 über Jahrzehnte hinweg der einzige Ostdeutsche auf einer Professur für Deutsche Literatur an einer westdeutschen Universität. Er lehrt an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Stephan Pabst lehrt und forscht seit 2021 als Professor für Neue Deutsche Literatur an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehört neben der Lagerliteratur des 20. Jahrhunderts und der Geschichte anonymer Autorschaft auch die Literatur der DDR. Er ist Autor des Buches „Post-Ost-Moderne. Poetik nach der DDR“ (Wallstein Verlag, Göttingen 2016).
Kunstmuseum Moritzburg, Friedemann-Bach-Platz 5, Tel. 0345/ 212 59 0
www.kunstmuseum-moritzburg.de
- Eintritt frei
Stiftung Moritzburg
0345/ 212 59 53
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Anfahrt:
Friedemann-Bach-Platz 5
06108 Halle
Haltestelle // 212 m entfernt
Moritzburgring
Geiststraße
06108
Halle
Tram: Linien 3, 7, 8