Medea
Verrat am Vater, Mord am Bruder, Mord am König von Iolkos – und damit nicht genug. Als Schutzsuchende flieht sie mit ihrer Familie an den Königshof von Korinth. Die durch ihren Gerechtigkeitssinn, ihre Intellektualität, die rhetorische Kraft und kämpferische Entschiedenheit ihrer Umgebung überlegene Medea wird dort als Fremde ausgestoßen und immer weiter gedemütigt. Schließlich geht sie bis zum Äußersten, um ihren Gegnern zu schaden und Rache für den Verrat ihres Geliebten zu nehmen: Sie tötet ihre eigenen Kinder und vernichtet das Herrscherhaus von Korinth. Der Komplexität und Ambivalenz der Figur Medea ist es geschuldet, dass sich ihr Handeln und ihre Motive einfachen Erklärungsmustern entziehen. Sie ist nicht Opfer oder Täterin, sondern beides zugleich. Euripides, der jüngste und modernste der drei großen Tragödiendichter der griechischen Antike, hat seine Hauptfigur aus der mythologischen Distanz befreit und in Medea das verstörend Menschliche freigelegt. Ballettdirektor Michal Sedláček zeigt seine Version des Mythos, in der der Mensch Medea im Mittelpunkt steht. Die faszinierenden Klangräume von Samuel Barber und dem Celloquartett »Apocalyptica« bilden das musikalische Fundament dieser Ballettversion des noch immer modernen Klassikers.
Oper, Universitätsring 24, Tel. 0345/ 511 07 77
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10.05.2026: 16.00 bis 22.00 Uhr
16.05.2026: 19.30 bis 15.00 Uhr
25.05.2026: 18.00 bis 21.30 Uhr
Theater, Oper, Orchester GmbH
0345 5110777
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