opernhaus bei nacht, (Foto: © Thomas Ziegler)

Carmen

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Mit »Carmen« schuf Georges Bizet eine der radikalsten und leidenschaftlichsten Opern des 19. Jahrhunderts. Statt höfischer Helden und romantischer Ideale bringt er das Leben der einfachen Leute auf die Bühne – realistisch und kompromisslos. Seine Titelheldin gehört zu den faszinierendsten Figuren der Operngeschichte. Sie wird in ihrer furchtlosen Freiheit Projektionsfläche verbotener Sehnsüchte, Gallionsfigur des »Ewig-Weiblichen«, Verführerin, Anarchistin und archaische Seherin zugleich. Die Oper beschreibt den Kampf des Weiblichen gegen das Männliche ebenso wie des Bürgerlichen gegen das Anarchische und findet im Spektakel des Stierkampfs eine eindrucksvolle Entsprechung für den Kampf, der auf diese Weise weit mehr ist als eine folkloristisch, farbenprächtige Rahmung des Geschehens: Ein blutiges Ritual, in dem allein das Recht des Stärkeren gilt und in dem es keine Gnade für den Unterlegenen gibt. Regisseur Walter Sutcliffe meint dazu: »Für mich hat diese Oper etwas sehr animalisches. Bizets Zeitgenosse Émile Zola beschrieb oft das ›menschliche Tier unter der Fassade der Zivilisation‹ – das hat für mich sehr viel mit dieser Oper zu tun, die uns direkt ins Herz der Finsternis führt: der menschliche Dschungel mit seinem Wettbewerb, der Sucht nach Status und Geltung und seiner Zerstörungswut«.

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