Hedwig Kruse: Flusslandschaft, 1920, Holzschnitt, koloriert,, (Foto: © Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, Kunstmuseum Moritzburg Halle)

Fragmente eines Lebens

Die neue Präsentation in der Nordbox und im Turmkabinett widmet sich der Sammlung des einstigen Schlossherren in Ostrau: Hans-Hasso von Veltheim (1885–1956). Veltheim war ein allseitig interessierter Mensch und ist bis heute eine faszinierende Persönlichkeit. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts trug er ein vielgestaltiges Konvolut nicht-europäischer Kunst und Kultur sowie Werke der Alten Meister und zeitgenössischen Avantgarde zusammen, die er teils auf seinen langen Weltreisen, im Kunsthandel oder bei Künstler*innen erwarb. Das Erbe von Schloss und Gut Ostrau (nördlich von Halle (Saale) gelegen) im Jahr 1927 ermöglichte ihm, ein Refugium zu schaffen, das neben seinen Sammlungen auch die umfangreiche Bibliothek und das Archiv aufnahm. Es entstand ein für zahlreiche „Geistesarbeiter, Wissenschaftler, Universitätslehrer und Künstler aller Nationen und Bekenntnisse“ (Hans-Hasso von Veltheim) offenes Gästehaus.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Hans-Hasso von Veltheim im Zuge der Bodenreform in der Sowjetischen Besatzungszone enteignet. Während er selbst in die westlichen Zonen fliehen konnte, gelangte ein Teil seiner Kunstsammlung in das Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) und wurde 2008 an den Erben restituiert. Seit 2019 befinden sich mehr als 700 Werke dieser Sammlung als Dauerleihgabe zur Erforschung und Vermittlung im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale).

Nach intensiver Beschäftigung mit dem Sammler Hans-Hasso von Veltheim wird nun zum ersten Mal eine Auswahl von Werken seiner einstigen Sammlung gezeigt und ein knapper Überblick über deren Entstehung gegeben. Die Sammlungsgeschichte ist aufgrund der Zeitläufte im 20. Jahrhundert auch eine Verlustgeschichte und so bleibt vieles fragmentarisch und wird durch historisches Bildmaterial ergänzt. Auf der anderen Seite bietet die Ausstellung die Chance, zu Unrecht wenig bekannte Künstler*innen zu entdecken und ihre Werke kennenzulernen:

Künstler*innen in der Ausstellung: Dietz Edzard (1893–1963), Cäcilie Graf-Pfaff (1862–1939), Wilhelm Heise (1892–1965), Karl Georg Hemmerich (1892–1979), Hedwig Kruse (1895–1991), Romauld (Rom) Landau (1899–1974), Walt Laurent (1898–1923), Elfriede Plaichinger-Coltelli (1883–1971), Richard Seewald (1889–1976), Karl Thylmann (1888–1916)

http://www.kunstmuseum-moritzburg.de



Kunstmuseum Moritzburg, Friedemann-Bach-Platz 5, Tel. 0345/ 212 59 0 www.kunstmuseum-moritzburg.de

18.01.2026 bis 15.02.2026

jeweils
So. : 10.00 bis 18.00 Uhr
Mo. : 10.00 bis 18.00 Uhr
Di. : 10.00 bis 18.00 Uhr

Do. : 10.00 bis 18.00 Uhr
Fr. : 10.00 bis 18.00 Uhr
Sa. : 10.00 bis 18.00 Uhr

Stiftung Moritzburg

0345/ 212 59 53
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Anfahrt:

Friedemann-Bach-Platz 5
06108 Halle


Haltestelle // 212 m entfernt

Moritzburgring
Geiststraße
06108 Halle
Tram: Linien 3, 7, 8