Das Königliche Pädagogium – Elitenbildung im 18. Jahrhundert
»Weltveränderung durch Menschenveränderung« lautete die Antwort von August Hermann Francke zur Reform der Gesellschaft. Bildung spielte bei diesem Programm eine ganz zentrale Rolle. Wie auch das Waisenhaus wurde das Königliche Pädagogium 1695 gegründet. Königlich durfte sich die Schule nennen, da der preußische König Friedrich I. 1702 in einem Privileg Francke besondere Rechte für die Schule erteilte. Finanzieren musste er sie allerdings selbst. Als Lehrer arbeiteten am Pädagogium junge Studenten. Diese wurden dafür praxisnah ausgebildet. Damit zielte das Pädagogium auf eine doppelte Elitenbildung: auf künftige Verantwortliche in Politik, Verwaltung und Militär sowie auf künftige Lehrende und Prediger.
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