Kurztrip nach Travemünde: So gelingt die Auszeit an der Ostsee

Travemünde ist ein Stadtteil der Hansestadt Lübeck in Schleswig-Holstein. Gleichzeitig ist der Urlaubsort ein beliebtes Ostseeheilbad, das direkt an der Mündung der Trave in die Lübecker Bucht liegt. Was Travemünde so besonders macht, ist die faszinierende Mischung aus weiten Stränden, einer historischen Kulisse und dem Anblick riesiger Kreuzfahrt- und Fährschiffe, die zum Greifen nah durch den Skandinavienkai am Ufer vorbeiziehen.
Der Ort ist vor allem in den Sommermonaten und in der Ferienzeit gefragt, aber auch kürzere Trips lohnen sich, wenn man frische Seeluft schnuppern und einfach mal den Kopf freibekommen möchte. Ein Hotel in Travemünde lässt sich in der Regel schnell im Internet finden, und die Anreise erfolgt ganz unkompliziert mit dem Auto oder alternativ mit der Bahn. Zu dem Ostseeheilbad gehört auch die Halbinsel Priwall, die man mit der Fähre vom Festland aus erreichen kann.
Die Highlights von Travemünde
Abgesehen von den regelmäßig vorbeiziehenden „dicken Pötten“, gibt es noch weitere Sehenswürdigkeiten, die man sich bei einem Besuch angucken sollte:
- Vermastbark Passat: Das Wahrzeichen des Ortes ist ein historisches Museumsschiff und liegt am Priwall-Ufer.
Historische Altstadt: Der alte Teil mit der St.-Lorenz-Kirche und typischen historischen Wohnhäusern versprüht klassischen Seebad-Charme.
Strandleben: In Travemünde gibt es den Kurstrand, der sich perfekt zum Sonnenbaden und Schwimmen eignet, während das Brodtener Steilufer beliebt bei Wanderern und Radfahrern ist.
Alter Leuchtturm: Er ist eines der ältesten Exemplare in Deutschland und beherbergt mittlerweile ein maritimes Museum in seinem Inneren.
Vielfältige Gastronomieszene
Im alten Ortskern von Travemünde findet man viele Spuren aus der Stadtgeschichte. Rund um die St.-Lorenz-Kirche aus dem 16. Jahrhundert gibt es zahlreiche kleine Cafés und Geschäfte, die meist nicht so touristisch und überlaufen sind wie die Läden an der ersten Strandlinie.
Was konkret die Gastronomie angeht, ist die Vielfalt groß: Wer mag, holt sich ein leckeres Fischbrötchen direkt am Kutter, den sogenannten „Snack auf die Hand“ am Fischereihafen. Mit dabei sind natürlich Klassiker wie Matjes, Backfisch oder Bismarckhering.
An der beliebten Vorderreihe, die malerische Flanierpromenade direkt an der Trave, gibt es neben Geschäften auch beliebte Restaurants und Cafés. Bekannt für seine riesige Auswahl an Fischbrötchen ist vor allem das legendäre „Lütt Hus“. Besonders angesagt ist die Fischkombüse Travemünde, die mit leckeren Gerichten wie dem großen Fischteller oder Scholle mit Kartoffelsalat aufwartet. In anderen Lokalen findet man darüber hinaus auch bodenständige Hausmannskost aus dem Norden bis hin zu gehobener Gastronomie.
Naturerlebnis am Brodtener Ufer
Man muss nicht jeden Tag am Strand verbringen, sondern kann stattdessen auch Richtung Norden zum Brodtener Steilufer wandern. Auf dem Weg entlang der Kliffkante hat man eine atemberaubende Aussicht, die ziemlich einzigartig an der Ostsee ist. Das Steilufer ist fast vier Kilometer lang und ragt bis zu 20 Meter hoch. Hier kann man sich durchatmen und die Natur in vollen Zügen genießen.
Noch besser kann man diese Landschaft übrigens im Herbst oder Frühling genießen, wenn der Wind kräftiger weht und nicht mehr so viele Touristen da sind. Dann eignen sich die Tage vor allem für lange Spaziergänge, Touren mit dem Rad und natürlich Wanderungen.

