Aufklärung nach der Aufklärung. Entstehung und Verwendung eines Begriffs zwischen 1850 und 1920
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Nur wenige Begriffe haben in so vielen Bereichen der europäischen Geistes-, Politik-, Religions- und Kulturgeschichte eine so zentrale Rolle gespielt wie der deutsche Begriff der Aufklärung. Innerhalb der insgesamt sehr vielfältigen Bedeutungen dieses Begriffs lassen sich zwei große Verwendungsarten unterscheiden. In einer normativen Bedeutung bezieht sich dieser Begriff einerseits auf eine Reihe von Konzepten, Phänomenen oder Werten mit universeller und transhistorischer Dimension. In dieser Bedeutung wird der Begriff der Aufklärung zunächst als ein Prinzip verstanden, das zu jeder Zeit und an jedem Ort aktualisiert werden kann. Diese beiden Bedeutungen des Begriffs Aufklärung zeichnen sich zwar bereits im 18. Jahrhundert ab. Aber erst ab dem 19. Jahrhundert entwickelt sie sich unter dem gemeinsamen Einfluss eines Prozesses der Historisierung des 18. Jahrhunderts und der Aktualisierung der Ideen oder Werte, die symbolisch mit dieser Zeit verbunden sind, weiter. Ziel der Tagung ist es, die Bedeutungen und Funktionen, die dem Begriff der Aufklärung in der Zeit von 1850 bis 1920 zugeschrieben wurden, in ihren vielfältigen Entwicklung zu analysieren.
Die Tagung "Aufklärung nach der Aufklärung. Entstehung und Verwendung eines Begriffs zwischen 1850 und 1920" wird veranstaltet von Elisabeth Décultot (MLU), Olivier Agard (Sorbonne Université, Paris) und Gerald Hartung (Bergische Universität Wuppertal) mit der Unterstützung des Centre Interdisciplinaire d’Etudes et de Recherche sur l’Allemagne (CIERA, Paris) der Sorbonne Université (Paris), der Bergischen Universität Wuppertal und des Graduiertenkollegs "Politik der Aufklärung" (GRK 2999/1) (MLU).
Die Tagung wird hybrid durchgeführt. Eine Online-Teilnahme ist möglich. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Moritz Bense unter moritz.bense@student.uni-halle.de.
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