Echo des Unbekannten
Sie widmet sich dem Thema Tod als kulturelles, emotionales und spirituelles Phänomen. Sie beleuchtet vielfältige künstlerische Auseinandersetzungen mit dem Ende des Lebens – von traditionellen Särgen aus Ghana bis zu zeitgenössischen Positionen aus Mitteldeutschland – und schafft Raum für Reflexion und Dialog. In der Kunstgeschichte hatte die Darstellung des Todes stets eine zentrale Rolle: Im Mittelalter diente sie als Mahnung an die Vergänglichkeit, in der Renaissance als Impuls zur Besinnung auf das eigene Sein („memento mori“), im Barock als Ausdruck der Vanitas-Idee. Die Moderne rückte den Tod ins Spannungsfeld individueller Existenz und säkularer Wissenschaft, während die Schrecken des 20. Jahrhunderts künstlerische Darstellungen in eine Krise stürzten. Zeitgenössische Künstler:innen bewegen sich heute zwischen der Rückeroberung ritueller Ausdrucksformen und der Konfrontation mit dem verdrängten toten Körper. Die Ausstellung zeigt, dass der Tod nicht nur ein biologisches, sondern ein zutiefst kulturelles und gesellschaftliches Thema ist, das Menschen aller Zeiten und Kulturen bewegt hat. Ein umfangreiches Begleitprogramm vertieft die Inhalte durch Vorträge, Gespräche und Workshops. Zudem erscheint ein Ausstellungskatalog mit Beiträgen namhafter Expert:innen aus Kunstgeschichte, Soziologie, Theologie und Thanatologie. Damit lädt die Schau nicht nur zur ästhetischen Erfahrung ein, sondern auch zur persönlichen und wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit einem der grundlegendsten Themen des Menschseins.
Kunsthalle Talstrasse, Talstraße 23, Tel. 0345/ 550 75 10
www.kunstverein-talstrasse.de
18.01.2026 bis 15.02.2026
jeweils
So. : 11.00
bis 17.00
Uhr
Mi. : 13.00
bis 17.00
Uhr
Do. : 13.00
bis 19.00
Uhr
Fr. : 13.00
bis 17.00
Uhr
Sa. : 11.00
bis 17.00
Uhr
Kunstverein Talstrasse
03 45/ 550 75 10
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Anfahrt:
Talstraße 23
06120 Halle
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Talstraße
Kröllwitzer Straße
06120
Halle
Tram: Linie 7