In der Ausstellung oder dem Museum (Beispielfoto), (Foto: © Ryan MC Guire, Pixabay)

Ausstellung "NICHTS IST LEICHTER ALS STAUB – Cathleen Meier. Plastik und Holzschnitt"

Diese Veranstaltung ist bereits abgelaufen.

Der Hallesche Kunstverein zeigt zum Jahresende eine Ausstellung mit Arbeiten der Magdeburger Künstlerin Cathleen Meier. „NICHTS IST LEICHTER ALS STAUB“ ist sie überschrieben. Zu sehen sind Holzplastiken und Holzschnitte Viele Hallenser kennen die im Oktober 2001 auf dem Marktplatz eingeweihte Plastik „Altes Rathaus“, ein Stolperstein der Erinnerung an ein verlorenes Wahrzeichen der Stadt. Geschaffen hat diese Plastik Cathleen Meier (Jg. 1970). Es ist aber kein charakteristisches Werk für das eigenständiges Schaffen der Bildhauerin.

Es ist vielmehr das Material Holz, das der Künstlerin, die in den 1990er Jahren an der halleschen Kunsthochschule studiert hat und Meisterschülerin von Bernd Göbel war, eine adäquate Lebendigkeit für ihren Gestaltungswillen bietet. „Holz erzählt Geschichten, so wie ich“, sagte sie zu den von ihr mit Vorliebe verarbeiteten Fundstücken, ausgemusterten Latten und Einlegeböden oder aus unterschiedlichen Hölzern zusammengefügten Korpi.

Anregungen für ihre plastischen Arbeiten und Holzschnitte gleichermaßen schöpft die Künstlerin u.a. aus der Poesie, aus bekannten und aufrüttelnden Liedern. Zu verschiedenen Texten und Aussagen hat sie empfindsame Bilder gestaltet. Dazu gehören die klaren Worte der ehemaligen Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirchen, Margot Käßmann aus dem Jahr 2010: „Nichts ist gut in Afghanistan“ genauso wie Liedtexte von Hans-Eckardt Wenzel und Gerhard Gundermann.

Emotional bewegen Cathleen Meier auch die viel zu häufigen, verstörenden Nachrichten vom Leid der Menschen und von Unmenschlichkeiten der Kriege. Sie drückt ihre Empfindungen in eindringlichen, mahnenden und berührenden Skulpturen und Grafiken aus. Diese bilden das thematische Zentrum der Ausstellung, die nicht allein Weltschmerz vermittelt, sondern Abgründe unseres Daseins fokussiert. Dies klingt zunächst unbequem. Den Werken von Cathleen Meier wohnt aber eine Ausstrahlung inne, die innehalten und nachdenken lässt. Die Künstlerin visualisiert mit ihren Bildern und Plastiken den Traum von einer gerechten und grenzenlosen Welt. Sie ist eine sensible Beobachterin unserer Zeit. Dabei haben ihre Werke keine schnelle Halbwertszeit. Dies gilt insbesondere für ihre tragisch anmutenden und gefühlvoll gestalteten Holzfiguren, die immer wieder kompromisslos Ungerechtigkeiten und Gewalt symbolisieren. Sie gibt ungerecht Behandelten, den Schwachen und Gescheiterten Gesichter. Sie erzählt deren Geschichten. Es sind alles anrührende Werke großer Meisterschaft, die mit ihrem traurigen, besorgten, aber auch lächelndem Ausdruck in den Bann ziehen. Cathleen Meier kehrt mit dieser Ausstellung erstmals seit ihrem Studium wieder nach Halle zurück.

https://www.hallescher-kunstverein.de/2025-cathleen-meier.html



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bis 18.01.2026

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