4. Französische Filmwoche vom 19. bis 26. April in Sachsen-Anhalt

Les Cobattants – Liebe auf den ersten Schlag. (Foto: Tiberius Film)

Wenn der Frühling langsam in Sachsen-Anhalt Einzug hält und die ersten milden Tage einen Vorgeschmack auf den kommenden Sommer geben, dann ist die Zeit für die Französische Filmwoche gekommen. Eine Woche lang stehen dann in sechs Veranstaltungsorten in den drei Städten Halle, Dessau und Magdeburg die Zeichen ganz auf Kino fabriqué en France.

Zum diesjährigen Start der Filmwoche lädt das Luchs Kino in Halle am 19. April mit einem breiten Programm ein. So wird es zur Eröff nung gleich drei Vorstellungen geben. Den Start macht die Filmpremiere „Les plus grands peintres du monde, de l'Impressionnisme au Surréalisme et à l'Abstraction – Georges Rouault“, dem französischen Maler und Grafi ker der Klassischen Moderne Rouault gewidmet. Zum Gespräch nach dem Film konnten die Veranstalter Thomas Bauer-Friedrich, Direktor des Kunstmuseums Moritzburg Halle, und Jean-Yves Rouault, Enkel von Georges Rouault und Vorsitzender der Fondation Georges Rouault, gewinnen. Mit „Alexej von Jawlensky. Im Spiegel seiner künstlerischen Begegnungen“ schließt sich eine weitere fi lmische Refl ektion eines Künstlers des frühen 20. Jahrhunderts an. Das Programm des ersten Tages wird mit dem Werk „La Mort de Louis XIV / Der Tod von Ludwig dem XIV.“ des eigenwilligen spanischen Regisseurs Albert Serra abgerundet.

Sechs Tage französisches Kino in Halle

In den folgenden sechs Tagen des Festivals darf sich der frankophone Cineast auf eine Reihe weiterer Vorführungen französischer Werke im Luchs Kino freuen. Dabei sind neben ernsthaften Filmen wie „Des étoiles / Unterm Sternenhimmel“, der eine ungewöhnliche Migrationsgeschichte erzählt, und eigenwilligen Kunstwerken, wie den eben schon genannten Film Serras über die letzten Tage im Leben des Sonnenkönigs Ludwig dem XIV., auch wunderbare Kinderfi lme zu sehen: „La Tortue Rouge / Die rote Schildkröte“ handelt von einem Schiff brüchigen, der auf einer einsamen Insel strandet und sich dort mit einer roten Riesenschildkröte einen erbitterten Kampf liefert. Außerdem wird die neueste Verfi lmung des „Le Petit Prince / Der kleine Prinz“ zu sehen sein, der mit seiner wunderbar altmodischen Stop-Motion-Technik eine liebevolle Verbeugung vor Antoine de Saint-Exupérys Erzählung von 1942 darstellt.

Natürlich darf bei einer Französischen Filmwoche das Genre der Komödie nicht fehlen. Passenderweise ist Philippe de Chauveron, der mit „Monsieur Claude und seine Töchter“ nicht nur in Frankreich einen Hit landete, mit seiner neuen Komödie „Débarquement Immediat! / Alles unter Kontrolle“ vertreten. Darin muss der Polizist José einen flüchtenden Flüchtling, der ihm nach einem Flugzeugabsturz auf einer Insel entwischt ist, hinterherjagen.