Halles Bergzoo und sein 100 Jahre alter Aussichtsturm

Die Simpsons sind die berühmte Erdmännchenfamilie aus dem Hallenser Zoo. (Foto: Zoo Halle)

Schon von Weitem ist er zu erkennen, der steinerne Aussichtsturm des Bergzoos in Halle. Seit vielen Jahren ist er ein Wahrzeichen des Zoos, nun feiert er seinen hundertjährigen Geburtstag und viele Besucher feierten mit ihm. Am Fuße des, am 26. Juli 1913 feierlich eröffneten Steinmonuments, dessen ein hölzerner Vorgänger weichen musste, erinnert eine Gedenktafel Eduard Keerls. Keerl war ein erfolgreicher Unternehmer aus Halle und zusammen mit Dr. Brandes, einem zoologischem Gärtner, Mitbegründer des Bergzoos. Ein traditioneller Schwerpunkt des Zoos liegt in der Haltung von Bergtieren und in der Haltung südamerikanischer Tiere.

Im Juli 2013 wurde im Zoo Halle groß gefeiert.  

Am 26. Juli lud der Zoo zu einer großen Party ein, bei der der Aussichtsturm durch eine beeindruckende Lasershow in Szene gesetzt wurde. Hier erfuhren die Besucher auch einige wichtige Fakten über ihn, zum Beispiel dass er auf einer Plattform 136,71 m über Normalnull steht. Der Turm selbst misst dabei eine Höhe von 15 Metern, bei denen es 44 Stufen zu bewältigen gilt um - oben angelangt- eine herrlich grüne 360°- Aussicht genießen zu können. Während des Aufstieges können die Besucher einer kleine Zeitreise durchwandern, da sich im Turm eine kleine Ausstellung über die Geschichte des Bergzoos und die des Aussichtsturmes befindet. Auch in der deutschen Geschichte spielte er eine wesentliche Rolle, da er im zweiten Weltkrieg als Überwachungsturm der Flugabwehr diente.

Das neue 360°-Turm-Panorama im Zooturm

Auf der Aussichtskanzel wurde zudem ein 360°-Grad-Turm-Panorama eingeweiht. Von hier aus können die Besucher über die ganze Stadt schauen und den Ausblick genießen. Unter dem Dach der Aussichtskanzel wurden Tafeln angebracht, die auf die Standorte Halles bekanntester Gebäude und Sehenswürdigkeiten hinweisen, so zum Beispiel den Wasserturm, die Pauluskirche, die zwei Markttürme, sowie die Oper und vieles mehr. Zoodirektor Andreas Jacob verriet, dass man bei besonders klarer Sicht von der Plattform aus sogar den Brocken sehen können.



Der Zoo von Halle in Bildern

  • Angola Löwe Bono. (Foto: Zoo Halle)
  • Das alte Raubtierhaus um 1910 (Foto: Zoo Halle)
  • Das Raubtierhaus, so wie es jetzt aussieht. Neu renoviert. (Foto: Zoo Halle)
  • Ein Blick auf den Teich und die Robbenanlage. (Foto: Zoo Halle)
  • Die Simpsons - die berühmte Erdmännchenfamilie aus dem Hallenser Zoo. (Foto: Zoo Halle)
  • Der Zooberg in einer Nahaufnahme. (Foto: Zoo Halle)
  • Schöne Aussichten - ein Ausblick zum Giebichenstein (Foto: Zoo Halle)
  • Der Weg zum Raubtierhaus. (Foto: Zoo Halle)
  • Zu den Fliederwochen ist der Zoo besonders schön. (Foto: Zoo Halle)
  • Das Zoofest zieht jedes Jahr tausende Besucher an. (Foto: Zoo Halle)
  • Die Zoonacht lockt die Besucher in den dunklen Zoo. (Foto: Zoo Halle)
  • Die Zoonacht lockt die Besucher in den dunklen Zoo. (Foto: Zoo Halle)


Über 100 Jahre alt und viele Zuchterfolge

Der Zoologische Garten Halle ist durch seine reizvolle Lage auf dem Reilsberg - mit 130 Metern - eine der höchsten Porphyrerhebungen der Stadt und gilt als landschaftlich schönster Bergzoo in Deutschland. Vom Aussichtsturm und den Rundwegen um den Berg gelingt bei guter Sicht ein weiter Ausblick über die Tieranlagen, die Stadt und die Umgebung. Eine 24 Meter hohe und 700 Quadratmeter große Freiflugvoliere auf der Spitze des Zooberges bildet mit dem Aussichtsturm das Wahrzeichen des Bergzoos.

Am 23. Mai 1901 gegründet kann der Zoo inzwischen auf eine mehr als hundertjährige Geschichte zurückblicken. Mit den im Verlauf der letzten Jahre neuen und modernisierten Tieranlagen entstanden für die Zootiere naturnahe Lebensräume und für die Zoobesucher attraktive Erlebnisbereiche. Der Zoo leistet einen wichtigen Beitrag zum Natur- und Artenschutz für bedrohte Tierarten und ihre Lebensräume.  

Derzeit leben 1.700 Tiere in 250 Arten auf dem neun Hektar großen Zoogelände. Für 31 dieser Arten gibt es Europäische oder Internationale Zuchtbücher. Der Afrikanische Elefant, der südamerikanische Seebär, der Große Ameisenbär, der Jaguar, das Vikunja und der Waldrapp zählen unter ande-rem zu diesen Tierarten. Sehr gute Zuchterfolge gelangen zum Beispielbei den Humboldt-Pinguinen und den Malaysischen Tigern. Für das Zweifingerfaultier und den Graurückentrompetervogel führt der Zoo Halle das Europäische Zuchtbuch. Schwerpunkte sind im Zoo Halle die Haltung von Bergtieren sowie die Fauna Südamerikas mit ihren außergewöhnlichen Tierarten, darunter Tukane, Maras und Seriemas. Mit ca. 300.000 Besuchern im Jahr zählt der Zoo zu den beliebtesten Freizeiteinrichtungen der Stadt. An 365 Tagen im Jahr sind naturkundliche Entdeckungen, Erholung und Entspannung für jede Altersgruppe möglich.

Zwei Highlights: Das sanierte Raubtierhaus und die neue Elefanten-Anlage

Im denkmalgeschützten und umfangreichsanierten Raubtierhaus erwarten die Besucherdes Zoos interessante Einblicke in die reizvollgestalteten Anlagen mit natürlicher Bepflanzung und Wasserbecken. Nur eine Glaswand trennt sie von Löwen, Tigern und Jaguaren. Das neuerbaute moderne Elefantenhaus mit einer großen Freianlagelassen die Besucher die freundlichen Dickhäuterin jeder Situation betrachten. Von den Besucherterrassen beider Anlagen kann man dieGroßkatzen und Elefanten sogar aus der Vogelperspektive beobachten.