Violine - Klassisches Konzert
Violine - Klassisches Konzert, (Foto: © Fotolia)

Gewandhausorchester - Herbert Blomstedt zum 90. Geburtstag

Die erste Aufführung des Deutschen Requiems (1868) und die Uraufführung der vollständigen Fassung in Leipzig (1869) gelten als Durchbruch für Brahms als weithin anerkannter Komponist. Vor allem die euphorischen Besprechungen der Leipziger Aufführung durch die in Leipzig ansässigen Musikzeitschriften entfalteten überregional Wirkung. Schnell wurde Brahms zum verehrtesten lebenden deutschen Komponisten neben Wagner und nach dessen Tod auch zum erfolgreichsten, der in einem Atemzug mit Bach und Beethoven genannt werden durfte.

Brahms besuchte Leipzig 13 Mal als Dirigent und Pianist und er überließ dem Gewandhausorchester die Uraufführung von vier wichtigen Kompositionen – mehr als jeder anderen Stadt (außer Wien). Die Leipziger Erstaufführungen der 1., 2. und 3. Sinfonie sowie der Akademischen Festouvertüre und der Tragischen Ouvertüre dirigierte Brahms persönlich kurz nach den Uraufführungen. Bei den Leipzig-Premieren seiner beiden Klavierkonzerte saß er als Solist am Klavier. Bis sich der Komponist nach seinem ersten Besuch 1853 unverrückbar ins Kernrepertoire der Gewandhaus-Konzerte einschrieb, vergingen fünfzig Jahre voller Höhen und Tiefen. Doch spätestens ab Ende der Siebziger Jahre gerieten die Aufführungen seiner Werke in Leipzig zu triumphalen Erfolgen.

Brahms Aufenthalte in Leipzig (der letzte fand 1896 statt) fallen zeitlich zusammen mit Entwicklungen in der Leipziger Musikszene, die nicht zuletzt durch die kontroverse Rezeption seines Werkes in Leipzig angestoßen wurden: Die Übernahme der Gewandhauskapellmeister-Position durch Arthur Nikisch (1895), zwei Jahre vor Brahms Tod, war ebenfalls ein Ergebnis dieser Entwicklung, die das Gewandhaus und sein Orchester schließlich ins zwanzigste Jahrhundert katapultierte. Nikisch läutete nicht nur eine neue Ära des Leipziger Konzertlebens ein, sondern bescherte Brahms einen bis heute zentralen Platz im Gewandhausorchester-Repertoire.

2013 dirigierte der ehemalige Gewandhauskapellmeister Riccardo Chailly einen Maßstab setzenden Brahms-Zyklus, der bei DECCA auf CD festgehalten wurde.

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