Entscheidung durch das Los. Historische Perspektiven

Eine Entscheidung durch das Los herbeizuführen heißt, einen Zufall zu organisieren: Man formuliert eine präzise Frage, man bestimmt, dass und wie diese Frage durch Würfelwurf, das Ziehen von Losen oder wie auch immer „blind“ entschieden wird, und man unterwirft sich dem Ausgang dieses Verfahrens im Voraus. Dieses Arrangement stellt vollständige Chancengleichheit der Optionen her und macht die Entscheidung für die Beteiligten unverfügbar. Man verzichtet auf das rationale Abwägen der Alternativen.

In historischer Perspektive zeigt sich, dass man das erstaunlich oft getan hat. Der Vortrag geht der Frage nach, inwiefern ein solcher Verzicht auf Rationalität seinerseits rational sein konnte. An ganz unterschiedlichen Beispielen aus der Frühen Neuzeit wird gezeigt, welchen Sinn und Zweck das Losen hatte, aber auch, auf welche Widerstände es stieß.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit den Franckeschen Stiftungen zu Halle statt.

Prof. Dr. Rainer Godel, Leopoldina-Mitglied Prof. Dr. Dieter Hoffmann und Prof. Dr. Holger Zaunstöck von den Franckesche Stiftungen laden Sie herzlich ein.

http://www.leopoldina.org/de/veranstaltungen/veranstaltung/event/2501/



Franckesche Stiftungen, Franckeplatz 1, Tel. 0345 212 74 50, www.francke-halle.de
Englischer Saal, Haus 26

07.11.2017: 18.00 bis 20.00 Uhr

Eventmanager

0345-9760936
Zur Webseite

Anfahrt:

Franckeplatz 1
06110 Halle


Haltestelle // 139 m entfernt

Franckeplatz
Rannische Straße
06108 Halle
Tram: Linien 1, 3, 4, 6, 7, 8, 9, 11, 95 Bus: Linien 91, 97