Bernhard Forck
Bernhard Forck, (Foto: © Gudrun Senger)

3. Händel zu Hause

Die Dresdner Hofkapelle war in jeglicher Beziehung ein Ausnahme-Orchester: Während der Regierungszeit des Sächsischen Kurfürsten Friedrich Augusts I. (des Starken) und seines Nachfolgers Friedrich Augusts II. in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts spielte sie sich mit einer Glanzbesetzung an die europäische Spitze. Jean-Jacques Rousseau nannte die Kapelle »die erste in Europa« und beschrieb sie hinsichtlich Aufstellung und Disziplin als das Modell eines Orchesters schlechthin. Unter den prominenten Orchestermitgliedern befanden sich der Flötist Johann Joachim Quantz, der Geiger Johann Georg Pisendel und der Kontrabassist Jan Dismas Zelenka; als Kapellmeister waren u.a. Johann Christoph Schmidt und Johann David Heinichen beschäftigt. Der Ruhm des Ensembles reichte weit über die Grenzen des Kurfürstentums Sachsen hinaus; viele bedeutende Musiker wollten die Dresdner Kollegen spielen hören. Georg Friedrich Händel etwa berauschte sich 1719 einige Monate lang an den außergewöhnlichen Fähigkeiten des Hoforchesters, und Antonio Vivaldi sandte den sächsischen Musikern exklusiv neue Werke, die in puncto Besetzung und Schwierigkeitsgrad ganz auf das Können der Hofkapelle zugeschnitten waren. Das Händelfestspielorchester Halle unter Leitung von Bernhard Forck lässt diese goldene Zeit der Dresdner Hofmusik wieder aufleben.

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23.02.2017: 19.30 bis 21.30 Uhr

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