Mit wenig Geld die Welt erkunden: Tipps für einen preiswerten Semesterurlaub

Mit einem Durchschnittseinkommen von 8,80 Euro verdient man als Student in Deutschland nicht besonders viel. Zum Wohnen, Studieren, Feiern – und vor allem zum Reisen – muss in der Regel jeder Euro zwei Mal umgedreht werden, um über die Runden zu kommen. Doch deswegen in den Semesterferien zuhause bleiben und auf gutes Wetter hoffen? Das muss nicht sein. Mit ein paar Tricks kann sich jeder Student unabhängig von der Höhe des Bafög oder dem Zuschuss der Eltern einen erholsamen Urlaub am Strand oder in den Bergen leisten.



Reisen auf Schienen

Auch wenn die Bahn nicht den besten Ruf hat, ist das Reisen mit dem InterRail-Ticket schon seit über 40 Jahren beliebt. Ob Global-, Flexi- oder Ein-Land-Pass – die Möglichkeiten und Preisvariationen sind groß. So können Studenten schon ab etwa 140 Euro in ein anderes Land reisen. Lediglich Vertrauen in die Pünktlichkeit der Bahnen sollte man bei dieser Art Reisen haben.

Wer zusätzlich noch die International Student Identity Card vorweisen kann, darf sich bei vielen Verkehrsmitteln über Rabatte freuen. Der internationale Studienausweis wird beim Asta, in Reisebüros oder einfach online unter isic.de ausgestellt und verspricht in diversen Bereichen wie Freizeitparks, Autovermietungen, Flügen oder anderen Verkehrsmitteln Vergünstigungen. Die sogenannte ISIC (International Student Identity Card) ist weltweit anerkannt und existiert bereits seit 1968. Mit einer schmalen Kostenbeteiligung von 12 Euro pro Jahr ist der Ausweis für jeden Studenten erschwinglich und garantiert satte Rabatte, die sich auch für den Urlaub lohnen. 



Ferienhäuser für jede Jahreszeit

Wer auf den Luxus von All-Inclusive Leistungen und gemachten Zimmern verzichten kann, der findet in einem Urlaub im Ferienhaus eine tolle Alternative. Die meisten Ferienhäuser werden nicht nach Anzahl der Personen bezahlt, sondern haben einen Festpreis. Daher gilt: Je mehr Mitreisende man hat, desto weniger bezahlt man am Ende selbst. Ob nun im nahegelegenen Dänemark oder in wärmeren Gefilden wie Kroatien – auf Vergleichsportalen wie holidu.de kann man seine Suche nach Budget und Urlaubsvorstellungen eingrenzen und hat so die Möglichkeit, einen günstigen Urlaub mit seinen Freunden im Wunsch-Reiseland zu finden.

Couchsurfing – die moderne Art zu trampen

Wer besonders günstig in einer angesagten Stadt unterkommen möchte, kann auch einfach das Sofa eines anderen benutzen. Beim Couchsurfing stellen beispielsweise andere Studenten ihre Wohnung oder auch nur ein Zimmer zur Verfügung und verlangen dafür in der Regel nur ein kleines Taschengeld. Das ist dann im Endeffekt so, als würde man bei Freunden auf der Couch übernachten. Andersherum kann man selbst auch seine Wohnung während seiner Reisezeit vermieten und sich so ein paar Euros dazu verdienen, sofern der Vermieter mit dieser kurzfristigen Untervermietung einverstanden ist.

Mit ein wenig Planung, Flexibilität und realistischen Vorstellungen kann sich so jeder Student einen Urlaub ganz nach den eigenen Vorstellungen kreieren – die nächsten Semesterferien kommen schließlich bestimmt. 

 

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