Fünf Tipps für erfolgreiches Bewerben

Keine Frage, die Selbstvorstellung beim Bewerbungsgespräch gehört zu den wichtigeren Momenten des Lebens, da sie über den weiteren Berufsweg entscheiden und damit auf Jahre, wenn nicht Jahrzehnte, eine folgenreiche Weichenstellung ergeben. Der Bewerber möchte nichts falsch machen, um seinen Traumjob oder auch eine Position, die gut bezahlt wird oder ihn beruflich weiterbringt, zu bekommen. Wie sehen aber die richtigen Schritte aus, die die Chancen erhöhen?

Tipp 1: Niemals unvorbereitet hineingehen

Der Auftritt vermittelt dem Personaler oder Chef, der dem Bewerber gegenübersitzt, gleich auf mehreren Ebenen Eindrücke, die ihm gestatten eine Meinung über die Eignung und Erfolgsaussichten des Bewerbers in seinem Unternehmen zu bilden. Neben dem Äußeren in Kleidung und Aussehen sind das die Antworten auf seine Fragen, die Art, sich korrekt und sicher zu verhalten und gute, kompetente Fragen an den Gesprächspartner zu stellen. Es fängt natürlich damit an, nicht unvorbereitet in das Treffen zu gehen, sondern sich mit Wissen zu versorgen über das Unternehmen und die angestrebte Position, damit sich, auf den Zahn gefühlt, keine Lücken auftun.



Tipp 2: Treffende Aussage über die Fassade

Teil des Wissens über die Firma sollte sein, welcher Dresscode dort herrscht, oder zumindest für die anvisierte Position empfehlenswert scheint. Gerade wenn es um Außenwirkung und Kundenkontakt geht, existieren dazu sehr wahrscheinlich einige Vorgaben, auch wenn sie nur ‚Empfehlungen‘ genannt werden mögen. Als Bewerber wird besser overdressed ins erste Gespräch gegangen, als das Gegenteil davon. Darüber Seriosität und Sachlichkeit auszudrücken kann nicht verkehrt sein. Schau dich hier ruhig nach neuer passender Kleidung um, statt etwas Gebrauchtes einzusetzen - schließlich ist ein neues Hemd oder ein neues Jackett eine Investition in die Zukunft. Ebenso wie das fehl angebrachte Lässige sollte aber auch vermieden werden, das Gegenüber über teure Kleidung ausstechen zu wollen. Schrilles Outfit scheint auch für die meisten Branchen eher unangebracht.

Tipp 3: Der gute Ton und das Mitspielen

Der Personaler oder Chef kennt so einige psychologische Tricks, um Dinge aus dem Bewerber herauszubekommen, die dieser eher verbergen möchte. Sie sind erfahren darin, auf Dinge zu achten, die bei einem neuen Mitarbeiter unerwünscht sind. Wer zum Bewerbungsgespräch vorgeladen wird, weiß wenigstens seine schriftliche Bewerbung einigermaßen in Ordnung, sonst wäre er schon aussortiert worden. Nun spricht er ungezwungen, natürlich und ohne sich zu verheddern mit seinem Interviewer. Er versucht sich nicht mit einstudierten Kniffen aufzudrängen, sondern strahlt die freundliche Ruhe selbst aus. Es ist für beide Seiten angenehm, wenn sich ein Plauderton ergibt, der darum nicht ins Seichte abgleiten muss.

Tipp 4: Fangfragen erkennen und ausmanövrieren

Bekanntlich dürfen Personaler einige Fragen nicht stellen, so die nach einer Schwangerschaft oder nach sexueller Orientierung. Es kann ihm aber niemand einen Vorwurf machen, es damit zu versuchen. Wer den Trick erkennt und so geschickt antwortet, dass er sich weder eine Blöße gibt noch dem Gegenüber eine schroffe Absage gibt, kann dabei gut punkten. Denn dieses Betragen auf heiklem Gebiet zeugt von Souveränität in schwierigen Gesprächssituationen, wie sie gerne auch im Berufsalltag gesehen wird. Das muss der Personaler zugestehen. Dass er seine gewünschte Info nicht bekommt, damit muss er leben.



Tipp 5: Körpersprache und Blickkontakt

Selbstverständlich weiß der Personaler oder Chef die Körperhaltung zu deuten und die Aussagekraft von der Art, wie auf dem Stuhl gesessen wird, oder wie sich Hände und Arme verhalten, mit dem Gesagten abzugleichen. Er wird daraus seine Schlüsse ziehen; etwa über den Grad der Aufgeregtheit und Unsicherheit beim Bewerber, oder ob er gar lügt. Manche verraten sich dabei sehr deutlich. Und so jemanden möchte er nicht einstellen. Viel besser dagegen ist es, den Blickkontakt zu suchen und zu halten, da das für Aufrichtigkeit und Selbstbewusstsein steht.

Fazit: Umgänglich und Kompetent wirken ist Trumpf

Es muss niemand als Genie daherkommen, aber wenn nur ohne Übertreibungen vermittelt werden kann, dass man ein umgänglicher Mensch ist und sein Fach versteht, sollte einer Einstellung nun nichts mehr im Wege stehen.