Sophie Zviadadze: Ein Gott und zwei Himmel - Zum Muslimischsein im 'christlichen' Georgien

Diese Veranstaltung ist bereits abgelaufen.

Der Vortrag geht der Frage nach, was es bedeutet, Muslim und zugleich Georgier in einem Land mit christlich geprägter Kultur zu sein. Am Beispiel einer Fallstudie zu georgischen Muslimen in Adscharien, einer Region im Südwesten Georgiens, wird gezeigt, wie Geschichte, Identität und kollektives Gedächtnis miteinander interagieren und die religiösen Imaginationen der Adscharier prägen. In Adscharien finden wir eine besondere religiöse Kultur, die sich durch gegenseitigen Respekt auszeichnet. Eine Frau konvertierte zum Christentum, vollzieht jedoch weiterhin einige muslimische Rituale zu Ehren ihrer Eltern. Wie sie sagt: Gott ist einer. Zugleich bedeutet es, Muslim in einem christlich dominierten Land zu sein, auch Diskriminierung und Entfremdung zu erfahren. Im öffentlichen Diskurs wird die muslimische Identität ethnischer Georgier oftmals als „inakzeptabel“ dargestellt. Der Vortrag diskutiert, wie Politik, Nationalismus und institutionalisierte christliche Religion zusammen mit den historischen Erfahrungen in Adscharien die religiösen Vorstellungen sowie die Lebensvorstellungen und alltäglichen Taktiken der Menschen prägen. Ein Vortrag von Prof. Dr. Sophie Zviadadze (Ilia State University Tblisi/Georgia) Donnerstag, 04.06.2026, 18:15 - 19:45 Uhr

http://veranstaltungen.uni-halle.de/veranstaltungen.html?id=24782



Franckesche Stiftungen, Franckeplatz 1, Tel. 0345 212 74 50 www.francke-halle.de
Theologische Fakultät, Haus 30, Hörsaal II

Martin-Luther-Universität Halle

0345/ 55 20
Zur Webseite



Anfahrt:

Franckeplatz 1
06110 Halle


Haltestelle // 139 m entfernt

Franckeplatz
Rannische Straße
06108 Halle
Tram: Linien 1, 3, 4, 6, 7, 8, 9, 11, 95 Bus: Linien 91, 97