Staatskapelle, (Foto: © Gert Kiermeyer)

Ouvertüre!

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**Eröffnung – Ouvertüre!** Seit dem Ende des 16. Jahrhunderts sind instrumentale Einleitungen zu Tanz- und Theaterveranstaltungen belegt, die ganz verschieden benannt wurden wie Toccata, Sonata, oder Sinfonia. Oft bestanden sie nur aus einer kurzen Fanfare. Seit dem 17. Jahrhundert setzten sich Stücke aus zwei Sätzen mit unterschiedlichem Tempo durch. Daran konnte sich noch ein dritter Satz anschließen. Im französischen Sprachgebiet werden sie oft Entrée, im italienischen Sinfonia genannt. Um etwa 1800 setzt sich die Bezeichnung Ouvertüre durch, auch für den Konzertbereich. Die Staatskapelle Halle möchte mit diesem Sonderkonzert unter der Leitung von Michael Wendeberg und José Miguel Esandi die Türen der Händel-Halle nach langer Zeit endlich wieder für das Hallenser Publikum öffnen.

Mozart schrieb eine Sinfonie Nr. 32 G-Dur im April 1779 kurz nach seiner Rückkehr aus Paris in Salzburg. Sie ist mit ihren drei ineinander übergehenden Sätzen im Stil einer italienischen Ouvertüre gehalten. Hervorzuheben sind die große Besetzung mit vier Hörnern sowie einige klangliche Besonderheiten. Vermutet wird, dass die Sinfonie ursprünglich als Ouvertüre einer eigenen Oper Mozarts konzipiert war. Zeit endlich wieder für das Hallenser Publikum öffnen.

Mit dem Begriff „Tombeau“ bezeichneten die französischen Komponisten des Barock Trauerstücke für verstorbene Kollegen. Ravel schrieb 1914 einen solchen Tombeau zur Erinnerung an Couperin und ließ sich dabei von dessen schöner Forlane aus dem 4. Concert Royal für Flöte und Basso continuo anregen, die Couperin zweihundert Jahre früher für die intimen Kammerkonzerte in den Gemächern des Sonnenkönigs geschrieben hatte. Ravel entwickelte aus diesem barocken Tanzsatz eine sechssätzige Klaviersuite, die dem Gedenken nicht nur an Couperin, sondern an eine ganze Epoche französischer Musiker gewidmet war. Da die Stücke sukzessive während des Ersten Weltkriegs entstanden, wurden sie bald zu einer Trauermusik ganz anderer Art: Ravel widmete jeden einzelnen Satz dem Gedenken an einen gefallenen französischen Soldaten aus seinem Freundeskreis. So gewann der Name Tombeau eine ganz aktuelle, tragische Bedeutung.

Die Arbeit an der 1. Sinfonie in C-Dur op. 21 begann Ludwig van Beethoven im Jahre 1799 und beendete sie ein Jahr später. Die Anlage und Instrumentation der Sinfonie weist deutlich auf die Vorbilder Wolfgang Amadeus Mozart und Joseph Haydn hin. Die Uraufführung fand unter Beethovens Leitung am 2. April 1800 im K. K. National-Hof-Theater in Wien statt und war ein großer Erfolg für den Komponisten. Mit der Interpretation der 1. Sinfonie möchte die Staatskapelle Halle Beethoven in seinem Jubiläumsjahr würdigen, weitere Werke erklingen in den Sinfoniekonzerten der kommenden Spielzeit.

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