Händelfestspiele 2026: Aci, Galatea e Polifemo
Am 19. Juli 1708 heiraten in Neapel eine Fürstentochter und ein junger, mit Händel gleichaltriger Herzog. Die Tante der Braut, Aurora Sanseverino, Herzogin von Laurenzano, gibt zur Hochzeit bei einem jungen deutschen Komponisten, der gerade in Rom von sich reden macht, eine Festkomposition in Auftrag; das Libretto schreibt ihr Hofdichter. Händel schließt die Komposition im Juni 1708 in Neapel ab. Braut und Bräutigam präsentiert man eine Geschichte aus Ovids Metamorphosen: Der einäugige Riese Polifemo verliebt sich in die reizende Nymphe Galatea. Sie aber liebt den Hirtenknaben Aci und weist den groben Liebhaber ab. Wutentbrannt erschlägt Polifemo den Nebenbuhler mit einem Felsbrocken. Galatea verwandelt den toten Geliebten in einen Fluss; so bleiben beide dennoch vereint. Ein eigenartiges Sujet für eine Hochzeit – doch Händel macht daraus eine der schönsten und anrührendsten Kompositionen seiner italienischen Zeit, ein Werk, auf das er bis in seine letzten Lebensjahre immer wieder zurückgreifen wird.
Georg-Friedrich-Händel Halle, Salzgrafenplatz 1 , Tel. 0345 / 472 24 7
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