Staatskapelle, (Foto: © Falk Wenzel)

7. Sinfoniekonzert am Sonntag - Meister der Meister

Über das Verhältnis zwischen Richard Wagner, dem in ganz Europa tonangebenden Opernkomponisten mit eigenem Festspielhaus, und Anton Bruckner, dem aus der österreichischen Provinz stammenden Sinfoniker, der bis zu seinem 60. Lebensjahr auf den großen Durchbruch warten musste, ist viel geschrieben worden.

In tiefer Verehrung nannte Bruckner Wagner den »Meister der Meister« und widmete ihm seine 3. Sinfonie. Während es diese noch schwer hatte beim Publikum und den besonders scharfzüngigen, da sehr konservativen Kritikern in Wien, bescherte Bruckner die 7. Sinfonie, die er in Hochachtung dem Wagner-Förderer Ludwig II. zueignete, 1884 die langersehnte Anerkennung. Das Herzstück der von weitgespannten Melodienbögen geprägten Sinfonie ist das als eindringlicher Trauermarsch gestaltete Adagio, in dem viele sogleich die Reaktion Bruckners auf den Tod Wagners im Jahr 1883 vermuteten.

Zum Zeitpunkt der Komposition war es allerdings ein anderes traumatisches Ereignis, das Bruckner inspirierte: 1881 stand das Wiener Ringtheater in Flammen und der Komponist wohnte in unmittelbarer Nähe des Brandherd, sodass er zwischen Feuerwehrsignalen – sie finden sich in den Trompetenstimmen wieder – eilig seine Manuskripte retten musste. Die Trauer über den Tod Wagners im Jahr 1883 kam später hinzu.

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