Staatskapelle Halle, (Foto: © Falk Wenzel, Bühnen Halle)

6. Sinfoniekonzert am Sonntag: Sein oder nicht Sein?

Er hat gerade erst die 30 Jahre überschritten, doch seine Stimme weist Reife, Klangfülle und eine Ausdruckstiefe auf, die den Ukrainer Andrei Kymach, der den renommierten Wettbewerb Cardiff Singer of the World 2019 gewann, zum idealen Interpreten der *Lieder und Tänze des Todes* von Modest Mussorgskys macht. Die von Mussorgsky nur mit einer Klavierbegleitung komponierten »Totentanzlieder«, wie er sie ursprünglich nannte, behandeln kurze Szenen, in denen der Tod den Menschen auf unterschiedliche Weise begegnet: Einmal singt er ein Kind mit einem Wiegenlied in den ewigen Schlaf, ein anderes Mal bettet er einen Betrunkenen im Schnee zur letzten Ruhe und zum Schluss tritt er in einem Kriegsszenario als Feldherr auf. Dmitri Schostakowitsch verdanken wir eine ausdrucksstarke Instrumentierung der *Lieder und Tänze des Todes*.

Kaum eine Sinfonie könnte diesen Zyklus passender flankieren als Peter Tschaikowskis grandiose 5., über deren Kopfsatz der Komponist notierte: »Introduktion. Völlige Ergebung in das Schicksal oder, was dasselbe ist, in den unergründlichen Ratschluß der Vorsehung.« – »Sein oder Nichtsein«, das ist die Frage, die das alle vier Sätze begleitende Schicksalsmotiv immer wieder aufwirft. Mehr Sein als Nichtsein findet sich zu Beginn dieses von Ariane Matiakh geleiteten Programms in den beliebten, von charmanten Orientalismen geprägten *Polowetzer Tänzen* aus Alexander Borodins Oper *Fürst Igor*.

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