opernhaus bei nacht, (Foto: © Thomas Ziegler)

Faust (Margarethe)

In der Spielzeit 2022 / 2023 zeigt die Oper Halle deutsche Stoffe aus der Perspektive anderer Länder. Den Anfang macht Charles Gounods »Faust«, der sich erstaunlich eng an Goethes Tragödie hält. Mit weit über 3000 Aufführungen seit 1859 allein an der Pariser Oper ist sie das mit Abstand meistgespielte Werk des Hauses. In Halle wurden auf Wunsch des Publikums bereits zwei Monate nach Kriegsende 1945 immer wieder Ausschnitte aus der Oper in Konzerten aufgeführt, ehe sie 1951 vollständig im wieder aufgebauten »Theater des Friedens« gegeben wurde. Seither wurde Gounods »Faust« nicht mehr in Halle gespielt.

Gounod legt das Hauptaugenmerk auf die Gretchentragödie und erspürte damit den Kern, aus dem Goethe seine gewaltige Vision entwickelte, wie der 20 Jahre nach Gounods »Faust« entdeckte »Urfaust« zeigte. Der Komponist bettete seine Tragödie aber in das lebendige Panorama der Pariser Gesellschaft um 1850 mit Originaltänzen einschlägiger Volkslokale ein. Seine Grand Opéra endet mit der spektakulären Himmelfahrt Gretchens, in der alle Engel singen.

Walter Sutcliffes Inszenierung nimmt diese Vorgabe auf und fragt, was die Gesellschaft mit Frauen wie Gretchen macht: »Die ganze Oper über erleben wir Szene für Szene, was Männer der Welt antun. Angesichts dessen erinnere ich daran, dass Goethe die Gottheit weiblich wollte. Hoffentlich verlieben Sie sich genauso in Gounods »Faust« wie ich.« (Walter Sutclilffe)

Rahmenprogramm:

Oper am Klavier am 11.09.2022 | 11 Uhr | Oper

Kostprobe 13.09.2022 | 17.30 Uhr | Oper

https://buehnen-halle.de



Oper, Universitätsring 24, Tel. 0345/ 511 07 77 www.buehnen-halle.de
Oper, Konzertfoyer

06.01.2023: 18.00 bis 20.00 Uhr
05.03.2023: 16.00 bis 18.00 Uhr

Theater, Oper, Orchester GmbH

0345 5110777
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Anfahrt:

Universitätsring 24
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