Das Spielwerk und die Prinzessin
Bei dem Spielwerk handelt es sich um einen geheimnisvollen, geradezu magischen Mechanismus. Es ist die Resonanz eines reinen, unverdorbenen Empfindens und ist wie ein Gewissen, eine sittliche Instanz, die nur auf das Geigenspiel des Sohnes von Meister Florian reagieren soll. Aber das Spielwerk wurde irgendwie verdorben: Meister Florian hat bei der Ausführung wohl gepfuscht. So folgt es auch dem grellen Lied der zügellosen Leidenschaft, funktioniert göttlich und teuflisch zugleich. Kurios wirken die Entstehungsumstände, die Schreker bei der Arbeit an der Oper begleiteten: Während ein riesiges Volksfest im Gange ist, Musikkapellen aufspielen und Schausteller ihre Attraktionen feilbieten, gibt es ein Feuerwerk und ein furchtbares Unglück mit Toten, Panik und Tumulten. Der Komponist selbst kann nur knapp entkommen, die Katastrophenstimmung bleibt und wird Teil der Partitur der Oper.
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