Staatskapelle, (Foto: © Gert Kiermeyer)

8. Sinfoniekonzert am Sonntag: Tristan und Titan

Eigentlich wollte Gustav Mahler seiner 1. Sinfonie den an einen Roman von Jean Paul angelehnten Beinamen »Titan« geben – und der selbstbewusste junge Komponist sollte in seinem eindrucksvollen Gattungserstling keinen Zweifel daran lassen, dass kein Geringerer als er selbst damit gemeint war. Kraftstrotzend gibt sich das Werk vor allem im apotheotischen Finale, in dem die sieben Hornisten das Hauptthema stehend spielen sollen. Auch für die Holzbläser ersann Mahler choreographische Elemente, mehrfach findet sich die Anweisung »Trichter hoch!« in den Noten. Anfangs war Mahler noch unsicher, ob es eine fünfsätzige Sinfonie oder vielleicht doch eher eine Sinfonische Dichtung werden sollte; schließlich entschied er sich dafür, den an zweiter Stelle geplanten Satz wegzulassen. Er ist heute unter dem Titel *Blumine* bekannt und eröffnet das 8. Sinfoniekonzert der Staatskapelle Halle.

So fortschrittlich wie Mahlers Sinfonien für die Moderne waren, so revolutionär waren Wagners Opern für die Romantik und nachfolgende Generationen. Zu den harmonisch besonders kühnen zählt *Tristan und Isolde* – der Komponist fürchtete, gut interpretiert würde er mit dieser Musik »die Leute verrückt machen«. Verrückt vor Trauer wird am Ende des Tristan zumindest Isolde, zu deren Liebestod Wagner eine der bewegendsten Verklärungsmusiken aller Zeiten schrieb. Im Sinfoniekonzert wird Kammersängerin Romelia Lichtenstein die unglückliche Isolde verkörpern.

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