Plakat Bernd Göbel, (Foto: © Kustodie Uni Halle)

Bernd Göbel. Menschen – Zeichen – Welten

Bernd Göbel ist einer der wichtigsten Vertreter der halleschen Bildhauerei- und Medaillenschule. Die gemeinsame Ausstellung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und der Nationalen Akademie der Wissenschaften – Leopoldina im Löwengebäude der Universität würdigt das vielseitige Schaffen des Künstlers. Durch die langjährige Zusammenarbeit mit dem Künstler wird das Bestreben nach einem Austausch zwischen Wissenschaft und Kunst gelebt. Die künstlerische Auseinandersetzung mit Wissenschaftsthemen gibt Impulse für die Selbstbefragung und Darstellung von Wissenschaft und Forschung.

Die Ausstellung vermittelt Göbels Verdienste um die Medaillenkunst. Neben für die Leopoldina geschaffenen Portraitmedaillen werden Arbeiten für die Stadt und die Universität präsentiert. Diese zeigen die Auseinandersetzung des Künstlers mit historischen Ereignissen und Personen. Göbels Haltung gegenüber aktuellen gesellschaftlichen Themen wird in seinen freien Kunstwerken deutlich. Die Ausstellung präsentiert auch Gipsmodelle von Göbels Großplastiken. Sie verweisen auf bildhauerische Arbeiten des Künstlers im öffentlichen Raum, die unsere Kulturlandschaft mitprägen.

Bernd Göbel ist einer der renommiertesten deutschen Medaillenkünstler der Gegenwart. Nach einer Lehre als Holzbildhauer studierte er 1963–1969 Bildhauerei an der Hochschule für industrielle Formgestaltung – Burg Giebichenstein. 1969–1982 war er hier Assistent, dann Dozent. Ab 1978 leitete er die Bildhauerklasse an der Burg. 1982 wurde er zum Professor für Plastik ernannt. 2008 schied er aus dem Hochschuldienst aus. In dritter Generation führte Göbel die hallesche Bildhauertradition fort. In diesem Sinne prägte er als Hochschullehrer und Künstler mehrere Generationen von Bildhauern. Ein Schwerpunkt seines Schaffens ist die Medaillenkunst. Hierfür erfuhr große internationale Anerkennung. Seit über 40 Jahren gestaltet Bernd Göbel für die Leopoldina Ehrenmedaillen, ebenso Medaillen zu Ereignissen und Personen der halleschen Stadt- und Universitätsgeschichte. Daneben schafft er im Privaten zum Teil launige und ironische Beiträge in Medaillenform. Sie sollen zum Nach- und Weiterdenken anregen und sind ein Spiegelbild von Göbels Haltung zu aktuellen gesellschaftlichen Themen. Mit seinem bildhauerischen Schaffen prägt er die Stadtbilder und Erinnerungskultur im mitteldeutschen Raum.

www.kustodie.uni-halle.de



Löwengebäude, Universitätsplatz 11, Tel. 0345 552 13 74 Zentrale Kustodie

29.11.2022 bis 30.11.2022

jeweils


  • Eintritt frei

Martin-Luther-Universität Halle

0345/ 55 20
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Anfahrt:

Universitätsplatz 11
06108 Halle


Haltestelle // 136 m entfernt

Neues Theater
Große Ulrichstraße
06108 Halle
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