Ausstellungsansicht mit: Hannah Schneider: Sequences of Balance, (Foto: © Max Méndez, Michel Klehm)

Hannah Schneider – Dancing in a Curtain

Ab Wiederöffnung des Kunstmuseums Moritzburg Halle (Saale) erwartet die Besucher im Obergeschoss des Talamts eine Intervention zeitgenössischer Kunst: Gezeigt wird die Präsentation Dancing in a Curtain der Trägerin des 20. Gustav-Weidanz-Preises für Plastik, der Künstlerin Hannah Schneider. Die Eröffnung der Ausstellung war für den 8. April terminiert, konnte jedoch aufgrund der geltenden Verordnungen über Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 in Sachsen-Anhalt nicht stattfinden.

Der Gustav-Weidanz-Preis der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle wird an junge Bildhauer verliehen, die im weitesten Sinn mit Körper und Figürlichkeit arbeiten. 2019 wählte die Jury die in Köln lebende Hannah Schneider aus. Ihre Ausstellung in den historischen Räume des Talamts im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) greift deren Besonderheiten in ortsbezogenen Installationen auf. Hannah Schneider konfrontiert hier ihre Arbeiten mit vorhandenen Motiven, Themen und Gestaltungselementen.

Eine Videosequenz von Übungen einer Seiltänzerin etwa, gefilmt in rauer Industriearchitektur, stellt Spannung und Kontrast zwischen Bild und Raum, schwebender Leichtigkeit und realer Anwesenheit her. Eigenwilligen Tuschezeichnungen und kompakten Metallgüssen steht florale Deckenornamentik gegenüber. Faltenwürfe aus dunkler Keramik bannen die Momenthaftigkeit fallen gelassener Stoffhüllen in skulpturale Formen und in einer textilen Installation nimmt die Künstlerin Bezug auf die reich gewandeten Figuren der Renaissancegemälde.

Hannah Schneider, geboren 1984 in Filderstadt, studierte Bildhauerei und schloss 2009 mit einem Meisterschülerstudium bei Ulrike Großarth und Monika Brandmeier an der HfBK Dresden ab. Seit 2014 lebt und arbeitet sie in Köln.

Ausstellungen und Projekte realisierte sie in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien, Frankreich, den Niederlanden und Norwegen.

Ihre Arbeit wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Alanus Preis für Bildende Kunst (2014), dem Deutsch-Französischen Kunstpreis Contemporary (2013), dem Rhenania Kunstpreis (2011) und der Katalogförderung des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst (2010). Zudem erhielt sie verschiedene Stipendien, wie das Styria-Artist-in-Residence-Stipendium in Graz (2019), Stiftung Künstlerdorf Schöppingen (2018), das weiße haus, Wien (2014) und eine Atelierförderung des Bonner Kunstvereins (2009–2014).

http://www.kunstmuseum-moritzburg.de



Kunstmuseum Moritzburg, Friedemann-Bach-Platz 5, Tel. 0345/ 212 59 0 www.kunstmuseum-moritzburg.de

13.07.2020 bis 30.08.2020

jeweils
Mo. : 10.00 bis 18.00 Uhr
Di. : 10.00 bis 18.00 Uhr

Do. : 10.00 bis 18.00 Uhr
Fr. : 10.00 bis 18.00 Uhr
Sa. : 10.00 bis 18.00 Uhr
So. : 10.00 bis 18.00 Uhr

Stiftung Moritzburg

0345/ 212 59 53
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Anfahrt:

Friedemann-Bach-Platz 5
06108 Halle


Haltestelle // 220 m entfernt

Moritzburgring
Geiststraße
06108 Halle
Tram: Linien 3, 7, 8