Offene Bühne
Offene Bühne, (Foto: © Jonas Schütte)

Schauspiel von Ferdinand von Schirach: TERROR

Mit seinem Theaterstück „Terror“ traf Autor Ferdinand von Schirachs den Nerv der Zeit und der Menschen, wie der Erfolg der Verfilmung und die Zahl der Bühnen, die das Stück weltweit (!) auf ihren Spielplan setzen, zeigt. Auch in der Lutherstadt Eisleben gehört die Inszenierung zu den Publikumslieblingen. Seit der Premiere im September 2017 sind die Vorstellungen meist ausverkauft und die Diskussionen bei BesucherInnen der Inszenierung angeregt. Das mag nicht zuletzt daran liegen, dass Intendant Fischer, der auch die Regie führte, sich neben dem Theatersaal für einen zweiten, authentischen Spielort entschied: den Gerichtssaal des Amtsgerichtes Eisleben.

„Die Würde des Menschen ist unantastbar", das ist im deutschen Grundgesetz verankert. Doch was passiert, wenn plötzlich abgewogen werden muss, zwischen der bestehenden Verfassung und dem eigenen Gewissen? Wenn 164 Leben gegen 70.000 Leben stehen? Welche Bedeutung haben dann Begriffe wie Menschlichkeit, Moral oder Recht und Unrecht? Diesen Fragen widmet sich der Autor und frühere Strafverteidiger Ferdinand von Schirach in seinem inzwischen verfilmten Theaterstück "Terror". Major Lars Koch, Pilot eines Jagdfliegers erhält den Befehl, die von Terroristen gekaperte Lufthansa Maschine LH2047 mit 164 Passagieren an Bord vom Kurs abzudrängen. Er kennt das Ziel der Terroristen: die Allianz-Arena, gefüllt mit 70.000 Menschen. Major Lars Koch missachtet den Befehl seiner Vorgesetzten und trifft eine Entscheidung mit schwerwiegenden Folgen.

Der Gerichtssaal wird zur Bühne, die Bühne wird zum Gerichtssaal und in jedem Fall wird das Publikum zur Entscheidungsgewalt: den Schöffen. Es sind die Zuschauer, die am Ende jeder Verhandlung, jeder Vorstellung, darüber urteilen, ob Major Lars Koch schuldig oder freigesprochen wird. Allein in den Spielzeiten 15/16 und 16/17 stand das Stück im Spielplan von 68 Theatern. Dank der Anregung von Sara Örtel - Deutsches Theater Göttingen - werden die weltweiten Abstimmungsergebnisse – so auch die Eisleber und nach dem 19.04. auch die Hallenser - dokumentiert und sind öffentlich einsehbar unter Terror.theater

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