Ralph Penz - Halle Bilder
Ralph Penz - Halle Bilder, (Foto: © Thomas Ziegler, Stadt Halle)

Ralph Penz – Halle Bilder

In der gesamten DDR wurden in den 80er Jahren zur Beseitigung der noch immer herrschenden Wohnungsnot innerstädtische Baugebiete errichtet, denn man hatte erkannt, dass der Mangel nicht allein mit randstädtischem Siedlungsbau beseitigt werden konnte. Auch für die Altstadt von Halle, mit ihren von Kriegsschäden weitestgehend verschont gebliebenen alten Häusern, bedeute das staatliche Wohnungsbauprogramm der SED gravierende Einschnitte. Vieles wurde gerade in dieser Zeit unwiderruflich zerstört oder baulich stark verändert.

Im Stadtmuseum Halle erinnert in der stadtgeschichtlichen Dauerausstellung „Entdecke Halle!“ eine Fachwerkrosette von dem 1985 abgerissenen Haus „Rannische Straße 14“ an die bauliche Schönheit des alten Halles und dem damaligen Umgang mit Baudenkmälern. Kurz vor dem geplanten Abriss des Hauses kam bei Bauuntersuchungen hinter der gründerzeitlichen Stuckfassade eine Fachwerkfassade zum Vorschein; vermutlich die älteste erhaltene in ihrer Art in Halle. Trotzdem kam es im Januar 1985 zum Abriss des Hauses. Dem Arbeitskreis Innenstadt, einer 1983 gegründeten Bürgerinitiative zur Rettung von Baudenkmälern, gelang es, wenigstens die Fachwerkrosette zu sichern.

Ein wichtiger Zeitzeuge dieser baulichen Veränderungen zu jener Zeit ist der Halle-Maler Ralph Penz. Kaputte alte Häuser waren und sind auch lange nach seiner Studienzeit an der Hochschule Burg Giebichenstein bevorzugte Studienobjekte. Domplatz, Händel-Haus aber auch die Kleine Klausstraße waren zu dieser Zeit beliebte Motive des Künstlers. Anlässlich seines 65. Geburtstages widmen sich zwei Ausstellungen dem umfangreichen Werk von Ralph Penz. Der Arbeitskreis Innenstadt e.V. in der Schmeerstraße 25 zeigt bis Anfang Februar 2020 Grafiken des Halle-Malers, während im Stadtmuseum Halle noch bis zum 1. März Gemälde und Aquarelle aus den Jahren 1984 bis heute präsentiert werden. Hier startet die Zeitreise zurück mit einer großformatigen Halle-Variation der „Toteninsel“ von Arnold Böcklin aus dem Jahre 2018, mitten hinein in das alte Halle. Über die Klausbrücke vorbei an der Neuen Residenz geht der Spaziergang entlang des Mühlgrabens weiter bis zum halleschen Markt und zum Händeldenkmal. Das Marktplatzduo aus dem Jahre 2019 bietet ungewöhnliche Blicke und lässt Raum für Interpretation.

https://stadtmuseumhalle.de/



Stadtmuseum Halle Christian-Wolff-Haus, Große Märkerstraße 10, Tel. 0345/ 221 30 30, www.halle.de

27.01.2020 bis 01.03.2020

jeweils
Di.: 10.00 bis 17.00 Uhr
Mi.: 10.00 bis 17.00 Uhr
Do.: 10.00 bis 17.00 Uhr
Fr.: 10.00 bis 17.00 Uhr
Sa.: 10.00 bis 17.00 Uhr
So.: 10.00 bis 17.00 Uhr

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0345/ 221 33 46
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Marktplatz
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