In der Ausstellung oder dem Museum (Beispielfoto)
In der Ausstellung oder dem Museum (Beispielfoto), (Foto: © Ryan MC Guire, Pixabay)

Ronald Paris Unterwegs – Malerei

Seine Bildwelten prägten die Kunstgeschichte der DDR mit und vermitteln bis heute neue Perspektiven auf Inhalte und Gestaltungsweisen. Der gebürtige Thüringer (*1933), der Wandmalerei an der Hochschule für bildende und angewandte Kunst Berlin-Weißensee studierte, später Meisterschüler bei Otto Nagel (1894–1967) an der Deutschen Akademie der Künste in Ost-Berlin war und von 1993 bis 1998 eine Professur an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle innehatte, durchlief unterschiedliche künstlerische Phasen. Beginnend mit einer strengen, linearen Flächenhaftigkeit nach seinem Studium bei seinem Lehrer Kurt Robbel (1909–1986), über einen stärker malerischen, sinnlich-emotionalen Stil unter dem Einfluss von Otto Nagel, hin zu einer expressiveren Malerei sowie einem freieren Umgang mit der Farbe und der Form. Paris ist ein leidenschaftlicher Beobachter und ein fantasievoller Erzähler, der viele Sujets bedient. Seine Palette umfasst Porträts, ausladende Figurenkompositionen, politische Ereignis- sowie monumentale Wandbilder und Landschaftsmalereien, die sich kontinuierlich durch das facettenreiche Werk des Malers ziehen. Dabei sind die mannigfaltigen Natur- und Stadtlandschaften nicht bloß anmutige, schöne Darstellungen des Gesehenen. Die maritimen Landschaftsmotive mit ihren norddeutschen, irischen, mediterranen oder südindischen Küsten sind kraftvoll in ihrem Ausdruck und zugleich naturgeschichtliche Ereignisbilder von hoher Emotionalität.

Als Künstler fühlt sich Paris zur Mitteilung und Aussage gezwungen und so sind bis heute zahlreiche Werke von gesellschaftlicher und politischer Relevanz entstanden. Dass er in seiner malerisch-stilistischen Entwicklung keiner künstlerischen Gruppierung klar zugeordnet werden kann, ist auf seinen Drang nach originären Sujets und individuellen Ausdrucksmitteln zurückzuführen. In der DDR genoss Paris ein hohes Ansehen, wenngleich seine Malereien und Grafiken unter deren politischen Verhältnissen nicht immer nur positiv aufgenommen worden sind und so manches Mal auf heftige Kritik stießen.

Die Ausstellung in der Galerie im cCe Kulturhaus Leuna stellt Landschaftsmalereien in den Mittelpunkt, denen sich Paris seit nunmehr über zehn Jahren vordergründig und intensiv widmet. Häufig fertigt er auf seinen Reisen zwischen Indien, Irland, Kuba und dem mediterranen Raum zahlreiche Skizzen und Zeichnungen als Grundlage seiner Gemälde an. Darüber hinaus werden ausgewählte Handzeichnungen des Künstlers aus seiner Zeit an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein zu sehen sein. In der Jahresendausstellung präsentiert die Galerie mehr als 50 Werke des ehemaligen Burg-Professors, der im vergangenen Jahr seinen 85. Geburtstag feierte und nun mit einer umfassenden Personalausstellung geehrt werden soll.

Öffnungszeiten:
Di. + Do. 11:00 - 17:00 Uhr, Mi. 11:00 - 19:00 Uhr, Fr. 11:00 - 13:00 Uhr sowie am 30.11. von 14:00 bis 17:00 Uhr und nach Vereinbarung.

www.cce-leuna.de



Kulturhaus Leuna, Spergauer Straße 41a, Tel. 03461435823, www.cce-leuna.de/kunstgalerie/
Galerie

06.12.2019 bis 17.01.2020

jeweils
Fr.: 11.00 bis 13.00 Uhr
Di.: 11.00 bis 17.00 Uhr
Mi.: 11.00 bis 19.00 Uhr
Do.: 11.00 bis 17.00 Uhr

  • Eintritt frei

Eventmanager

0345-9760936
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Anfahrt:

Spergauer Straße 41a
06237 Leuna