Wegklatschen - Applaus für Bonnie und Clyde (UA)

**»Ihr seid viele. Wir sind mehr. Ihr seid wütend. Wir sind stinksauer. Ihr seid rechts. Wir sind überall. Ihr seid besorgt - Ach, fickt euch!«** Sie waren jung und verträumt. Sie waren verspielt und verliebt. Sie waren schrecklich brutal.

Sie interessierte sich für Literatur und moderne Kunst, Showbusiness und Glamour. Er flog von der Schule und klaute schon mit siebzehn sein erstes Auto. Sie lernten sich kennen und zwei Monate später wird er verhaftet. Sie schmuggelt für ihn eine Waffe ins Gefängnis. Er kann fliehen. Sie ziehen gemeinsam los. Sie überfallen Supermärkte, betrügen an Tankstellen und rauben Banken aus. In nur knapp zwei Jahren werden sie zu den meistgesuchten Raubmördern im Land. Er schießt, sie lädt nach. Dabei töten sie neun Polizeibeamte und vier Zivilisten. Am Ende geraten sie in eine Falle und sterben gemeinsam im Kugelhagel. Sie hießen: Bonnie und Clyde.

Das Verbrecherpaar ist das wohl jüngste und schillerndste der Weltgeschichte.

Autor Sergej Gößner schreibt den Mythos von Bonnie und Clyde als Auftragsarbeit für das Thalia Theater Halle neu. Dabei stellt er Fragen an unsere Gegenwart, die ganz frei von Abenteuer und Legendenbildung sind: Wie entstehen Freiräume für Radikalisierung und Hemmungsverlust? Was geschieht, wenn junge Menschen ihr Glück in Form einer Waffe in die Hand nehmen? Warum scheint Gewalt als Lösung verlockender als Dialog und friedlicher Ausgleich? Und woher kommt überhaupt der Drang, Grenzen zu überschreiten? Diesen Themen spüren Autor und Regie für unser junges Publikum nach, den berüchtigten Delinquenten Bonnie und Clyde immer auf der Spur.

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nt - Kammer

22.11.2019: 20.00 bis 22.00 Uhr

Theater, Oper, Orchester GmbH

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