Chaosmos

*erkMe n iSe ? se rgnuOd nSti n!ie geut haSce* Merken Sie? Ordnung ist eine gute Sache! Wir mögen Ordnung. Ohne sie gäbe es keine Zeit, keine Handelswege, keine Gesetze und Grenzen. Nicht einmal die Atome in unserem Körper wüssten wohin mit sich. Wo keine Ordnung ist, erschaffen wir sie. Wir teilen willkürlich auf, ziehen Grenzen, wo keine waren, gruppieren neu. Ordnen Waren, Gedanken, Menschen. Wir ordnen unsere Welt. Und verursachen Chaos.

Ganz nebenbei: ohne Ordnung keine Musik. Musizieren repräsentiert, wie Gesellschaft funktioniert: Hierarchie, Anarchie, Demokratie, Totalitarismus, das Diktat der Algorithmen und unendliche Freiheit: Das alles und noch viel mehr ist möglich.

Chaosmos ist eine Oper über das Wesen des Menschen, permanent und zwanghaft Ordnungen zu errichten und zu zerstören. Ein interaktives Spiel im Logistikzentrum, das sich unsere Welt nennt. Und Sie als Publikum sind Teil davon. Sie ordnen, Sie entscheiden.

Die Uraufführung von Chaosmos findet im Rahmen der Förderinitiative NOperas! des Fonds Experimentelles Musiktheater (feXm) statt – in gemeinsamer Trägerschaft von NRW KULTURsekretariat und Kunststiftung NRW, in Kooperation mit der Oper Wuppertal, der Oper Halle und dem Theater Bremen. Damit erhalten Teams von Theatermacher*innen erstmals die Möglichkeit, innerhalb einer Spielzeit ein Musiktheaterprojekt bundesweit in Zusammenarbeit gleich mehrerer deutschsprachiger Stadttheater zu realisieren. Im Rahmen eines sich über drei Spielzeiten erstreckenden Verbundes, wird pro Saison eine Produktion an zunächst einem Haus erarbeitet und anschließend für die beiden anderen Theater weiterentwickelt. Chaosmos ist das erste Musiktheaterprojekt dieser Initiative, das von einer Jury aus unabhängigen Fachleuten und Vertreter*innen der beteiligten Häuser ausgewählt wurde.

Marc Sinan (Komposition) ist Komponist und Gitarrist. In seiner Arbeit erprobt er neue Wege der Kollaboration zwischen Künstler*innen im transkulturellen und transmedialen Kontext. Tobias Rausch (Text & Künstlerische Leitung) arbeitet als Regisseur und Autor zwischen Stadttheater und freier Szene. Seine Projekte entwickelt er stets auf der Basis umfangreicher Recherchen. Er erhielt u. a. den Otto-Kasten-Preis der deutschen Intendanten 2007 und war mit seinen Projekten zu zahlreichen Festivals eingeladen. Konrad Kästner (Video & Künstlerische Leitung) arbeitete nach seinem Regie-Studium an der HFF Potsdam Babelsberg als Videokünstler an verschiedenen deutschen Bühnen, inszenierte unter anderem FAUST II und die Recherche-Theaterstücke Der Auftrag und Die Möglichkeit am Theater Bielefeld. An der Oper Halle war er als Videokünstler an den Inszenierungen von Wagners Der fliegende Holländer, Verdis Messa da Requiem und Händels Berenice beteiligt.

*In Halle gibt es 2020 die Gelegenheit, den Komponisten und Gitarristen Marc Sinan in zwei sehr unterschiedlichen Produktionen zu erleben. Neben der Logistik-Oper Chaosmos an der Oper Halle entwickelt die Marc Sinan Company (MSC) am Puppentheater Halle in einer Kooperation mit der whiteBOX München das zweiteilige Musiktheater Endless Pleasures nach Tang Xianzus' Päonien-Pavillon und Monteverdis L’Orfeo, gefördert im Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes.*

www.buehnen-halle.de



Oper, Universitätsring 24, Tel. 0345/ 511 07 77, www.buehnen-halle.de

03.04.2020: 19.30 bis 21.30 Uhr

Theater, Oper, Orchester GmbH

0345 5110777
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