Nathan der Weise
Nathan der Weise, (Foto: © Anna Kolata)

Nathan der Weise

»Vor grauen Jahren lebt‘ ein Mann im Osten, der einen Ring von unschätzbarem Wert aus lieber Hand besaß …« So beginnt der bekannteste und millionenfach auswendig gelernte Textteil dieses bald zweihundertfünfzig Jahre alten Schauspiels; so hebt sie an, die umwerfend überzeugende »Ringparabel«, die der weise Dichter und Denker Lessing seinem lebenserfahrenen Titelhelden in den Mund legte.

Die Lessings Ringparabel zugrunde liegende Überzeugung, dass sich Religion durch vorurteilsfreie Menschenliebe zu beweisen hat, wirkt aktueller denn je. Religiöse Toleranz und Respekt gegenüber jedem Menschen – unabhängig von seiner Herkunft und seinem kulturellen Hintergrund – sind Tugenden, die die Basis friedlichen menschlichen Zusammenlebens bleiben. Und auch das Bühnengeschehen um die Ringparabel herum überzeugt nach wie vor mit seiner zwischen Komödie und Tragödie angesiedelten großflächigen Verquickung von Familien-, Liebes- und Geschäftsgeschichten in Zeiten eines religionsbasierten Krieges, mit literarisch und philosophisch wertvoller Sprache und mit prallen Theaterfiguren. Allen voran der jüdische Kaufmann Nathan, der sein christliches Findelkind heil durch das muslimisch dominierte Jerusalem der Kreuzzüge zu bringen versucht. Und erst »unter stummer Wiederholung allseitiger Umarmungen fällt der Vorhang.«

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