Die Aufklärung in Portugal

Bis vor weniger als zwanzig Jahren galt es als ausgemacht, dass Spanien und Portugal keinen Anteil an der europäischen Aufklärung haben, ja, dass sich die Geschichte der iberischen Kulturen gerade durch die Abwesenheit von 'Aufklärung' auszeichnet. Was dort nicht zuletzt unter dem Zeichen des Franquismus stand - "Spanien ist anders" -, hat sich heute zu einem der dynamischsten Felder der literatur- und kulturwissenschaftlichen Forschung in beiden Ländern entwickelt. Erst allmählich wurde und wird sichtbar, wie sich über eine Vielzahl von Moralischen Wochenschriften eine Öffentlichkeit konstituiert und wie über die zahlreichen lesenden Frauen ein Genderdiskurs entsteht. Der Zusammenhang von Wirtschaftsdiskursen und Aufklärung zeigt, wie auf der Iberischen Halbinsel die Idee von Aufklärung eine starke praktische Dimension aufweist. Portugal ist in gewisser Weise ein Sonderfall: Der Wiederaufbau nach dem Erdbeben von Lissabon (1755) erlaubt es dem Fürsten von Pombal und anderen, Reformen weit schneller zu realisieren, als dies sonst möglich gewesen wäre. Die Vortragsreihe möchte einige Einblicke in die derzeit am stärksten diskutierten Bereiche der Forschung zum "siglo de las luces" (dem Jahrhundert der Vernunft) geben.

Organisation und Leitung: Prof. Dr. Daniel Fulda und Prof. Dr. Thomas Bremer

Kontakt und weitere Informationen: Tel.: 0345 55 21711 Mail: izea@izea.uni-halle.de

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Christian-Thomasius-Zimmer

24.06.2019: 18.15 bis 20.00 Uhr

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