Ach diese Lücke, diese entsetzliche Lücke
Ach diese Lücke, diese entsetzliche Lücke, (Foto: © Anna Kolata, Bühnen Halle)

Ach diese Lücke, diese entsetzliche Lücke

Der junge Joachim ergattert bei der Aufnahmeprüfung – eher aus Versehen – einen der begehrten Plätze für ein Schauspielstudium an der berühmten Otto-Falckenberg-Schule in München. Weil er keine Wohnung findet, zieht er bei seinen Großeltern ein und weiß bald nicht mehr, wo er die skurrileren Dinge erlebt – im durchritualisierten, alkoholgesättigten Haushalt seiner großbürgerlich-intellektuellen Verwandtschaft oder in der verrückten, auf Befreiung abzielenden Schauspielschule.

Joachim Meyerhoff blickt in den Büchern seiner »Alle Toten fliegen hoch«-Reihe mit so viel Humor und gleichzeitig so zärtlicher Genauigkeit auf Ereignisse und Menschen in seinem Leben, dass man sich als Schauspieler sofort eingeladen und gelockt fühlt, diese Figuren auf der Bühne lebendig werden zu lassen.

In »Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke« stehen nur scheinbar die Merkwürdigkeiten einer Schauspielausbildung im Mittelpunkt. Es geht um viel mehr: Um Fremdheit und Verständnis zwischen den Generationen, um die verzweifelte Suche nach einem Platz in der Welt und – immer wieder – um das Sterben. »Be careful! Death is so permanent.«

Eine Vorlage wie geschaffen für drei Schauspieler, die sich mit all ihrer Kunst, all ihren Erfahrungen mit Schauspielschulen, Großeltern und Enkeln, all ihrem Humor und ihrem ganzen Herzen in diese herrlichen Geschichten werfen und sich dabei hoffentlich auch als Menschen verschiedener Generationen begegnen dürfen.

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