Errichtung des Denkmals für die verstorbenen Kriegsgefangenen auf dem Merseburger Stadtfriedhof, Sommer 1916
Errichtung des Denkmals für die verstorbenen Kriegsgefangenen auf dem Merseburger Stadtfriedhof, Sommer 1916, (Foto: © Foto von Maximilian Herrfurth (Foto: Kulturhistorisches Museum Schloss Merseburg))

Merseburg im Ersten Weltkrieg. Einwohner - Soldaten - Kriegsgefangene

Anlässlich des Endes des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren präsentiert das Kulturhistorische Museum Schloss Merseburg eine Sonderausstellung, die diese Schreckenszeit aus der Perspektive der Merseburger Einwohner, der Soldaten und der in Merseburg internierten ausländischen Kriegsgefangenen erst-mals in den Blick nimmt. Wie ein roter Faden ziehen sich die Tagebuchaufzeichnungen der Merseburger Leh-rerin Luise Giesecke durch diese Ausstellung. Sie geben einen kleinen Einblick in das Leben der Merseburger Zivilbevölkerung, insbesondere der Frauen und Kinder. Im Mittelpunkt stehen die Nöte um die Versorgung mit Lebensmitteln und Beklei¬dung, Spendensammlungen und die ständige Sorge um die in den Krieg gezogenen Männer, Väter, Söhne oder Brüder.

Anhand von Biografien werden persönliche Schicksale Merseburger Familien erzählt und Andenken aus Familienbesitz gezeigt; rund 50 Rückmeldungen an das Museum hatte es aufgrund eines Zeitungsaufrufs gegeben. Die Gefallenen blieben an der Front, Verwundete und Versehrte kehrten nach Mer-seburg zurück und wurden in einem der zahlreichen Lazarette behandelt. Erstmals wird in einer Ausstellung das aus dem öffentlichen Bewusstsein fast verschwundene Kriegsgefangenenlager in Merseburg-Süd thematisiert, in dem insge-samt über 40.000 Gefangene inhaftiert waren, hauptsächlich Russen und Franzosen. 21 erhaltene originale Zeichnungen des in Merseburg internierten französischen Kriegsgefangenen Emile Oudart werden als Leihgaben aus Pariser Privatbesitz gezeigt, die den sehr entbehrungsreichen Lageralltag auf besondere Weise veranschaulichen. Eine interaktive Medienstation mit Plänen, Ansichten und zeit-genössischen Notizen gibt eine eindrückliche Vorstellung vom ehemaligen Kriegs-gefangenenlager.

www.merseburg.de



Schloss Merseburg, Domplatz 9, Tel. 03461 / 40 13 18 , www.saalekreis.de/de/kulturhistorisches-museum-schloss-merseburg.html
Kulturhistorisches Museum

01.11.2018 bis 11.11.2018

jeweils
Do.: 10.00 bis 16.00 Uhr
Fr.: 10.00 bis 16.00 Uhr
Sa.: 10.00 bis 16.00 Uhr
So.: 10.00 bis 16.00 Uhr
Mo.: 10.00 bis 16.00 Uhr
Di.: 10.00 bis 16.00 Uhr
Mi.: 10.00 bis 16.00 Uhr

Eventmanager

0345-9760936
Zur Webseite

Anfahrt:

Domplatz 9
06217 Merseburg


Haltestelle // 602 m entfernt

Merseburg Zentrum
An der Hölle 4
06217 Merseburg
5,15