Klassikpicknick auf der Peißnitz
Klassikpicknick auf der Peißnitz, (Foto: © Gert Kiermeyer)

Klassik-Picknick 2018

7. Klassik-Picknick »Bonnes vacances!«Werke von Charles Gounod, Maurice Ravel, Georges Bizet, Léo Delibes, Jules Massenet und Claude DebussySvitlana Slyvia, Mezzosopran | Robbert van Steijn, Dirigent, In Kooperation mit dem Cultourbüro Herden

Beim nunmehr 7. »Klassik-Picknick« laden die Musikerinnen und Musiker der Staatskapelle Halle und der Dirigent Robbert van Steijn diesmal unter dem Titel »Bonnes vacances!« zu einer musikalischen Reise ins sommerliche Frankreich ein. Ob romantisch oder feurig und leidenschaftlich – hier ist für jeden Geschmack etwas dabei.Charles Gounods Oper »Faust« nach Goethes »Faust I« wurde, nachdem die Pariser Oper das Werk abgelehnt hatte, 1859 im Pariser Théâtre Lyrique uraufgeführt. Erst zehn Jahre später erstellte der Komponist aus der ursprünglich im Stil einer Opéra comique mit gesprochenen Dialogen gehaltenen Oper eine durchkomponierte Neufassung mit Rezitativen und einigen hinzugefügten Nummern, darunter auch die Ballettmusik zur Walpurgisnacht – diesmal für die Pariser Oper. Seitdem ist Gounods »Faust« ein Welterfolg, mit dem sogar die Metropolitan Opera in New York 1883 eröffnet wurde. Tänzerisch, wenn auch viel zarter, getragener und romantisch geht es in der »Pavane pour une infante défunte« (»Pavane für eine tote Prinzessin«) des Impressionisten Maurice Ravel zu, die er 1899 während seines Studiums in Paris ursprünglich für Klavier schrieb und die er 1910 schließlich orchestrierte. Léo Delibes komponierte 1870 ebenfalls für die Pariser Oper das Ballett »Coppélia«, das auf E.T.A. Hoffmanns Erzählung »Der Sandmann« basiert und bis heute zum Repertoire des klassischen Balletts gehört. Daraus erklingt die wirkungsvolle Ballettsuite. Die französische Oper »Thaïs« von Jules Massenet über die legendäre ägyptische Kurtisane und spätere Eremitin Thaïs konnte sich nach der Uraufführung an der Pariser Oper 1894 im Gegensatz zu seinen bekannteren Opern »Manon« und »Werther« nicht im Repertoire behaupten, was vor allem an den anspruchsvollen Partien von Sopran und Bariton liegt. Große Berühmtheit hat jedoch die lyrisch-elegische »Méditation« mit dem Violinsolo erlangt, die als Zwischenmusik die Wandlung der Thaïs von der Hure zur Heiligen ausdrückt. Als Claude Debussy nach Aufenthalten in der Schweiz, Rom und Russland 1887 in seine Geburtsstadt Paris zurückkehrte, komponierte er 1888 die »Petite suite« für zwei Pianisten, die in einer musikalischen Salonveranstaltung von Jacques Durand, dem Sohn seines Verlegers, und Claude Debussy selbst uraufgeführt wurde. In der Adaption für Orchester war diese tänzerisch-melancholische Suite häufig als Stummfilmmusik beliebt. Natürlich dürfen auch die schönsten Melodien der französischen Oper schlechthin nicht fehlen: Neben der »Carmen-Suite« ist auch die temperamentvoll-verführerische »Habanera« aus Georges Bizets erfolgreichster Oper zu erleben, gesungen von der Mezzosopranistin Svitlana Slyvia, die ab der Spielzeit 2015 / 2016 Ensemblemitglied der Oper Halle sein wird. Genießen Sie mit Familie und Freunden bei einem gefüllten Picknickkorb die schwelgerische Leichtigkeit des französischen Lebensgefühls!

www.buehnen-halle.de



Peißnitzbühne, Peißnitzinsel , Tel. , www.halle.de

18.08.2018: 15.00 bis 17.00 Uhr

Theater, Oper, Orchester GmbH

0345 5110777
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Anfahrt:

Peißnitzinsel
06108 Halle