Violine - Klassisches Konzert
Violine - Klassisches Konzert, (Foto: © Fotolia)

6. Sinfoniekonzert am Sonntag

Werke Ludwig van Beethovens bilden den Rahmen dieses Konzertprogramms: Seine dritte Sinfonie, die *Eroica*, widmete der Komponist zunächst noch Napoleon. Er verehrte den Korsen als einen Helden, der den Idealen der Französischen Revolution »Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit« zu ihrem Durchbruch verhelfen und der aristokratischen Tyrannei in Europa endlich ein Ende bereiten würde. Aber als Bonaparte 1804 die Macht als Diktator an sich riss, war es mit Beethovens Bewunderung vorbei. Der Enttäuschung folgte wütender Protest: Er zog die Widmung zurück. Schließlich bedrängte der französische Feldherr ja auch Beethovens Heimat, etwa 1809, als napoleonische Truppen Wien okkupierten. Kein Wunder, dass Beethoven begeistert zugriff, als das Wiener Burgtheater im selben Jahr bei ihm anfragte, ob er Bühnenmusik für Goethes *Egmont* schreiben könne. Schließlich geht es im *Egmont* um den Befreiungskampf eines unterdrückten Volkes! Vier Jahre später protestierte Beethoven offener: Die Uraufführung seiner *Siebten Sinfonie* wurde gar zum antinapoleonischen Statement. Sie wurde im Dezember 1813 knapp zwei Monate nach der Völkerschlacht bei Leipzig, die den Untergang Napoleons einleitete, in Wien als Benefizkonzert für die Verwundeten dieses Gefechts gespielt. Das Publikum interpretierte die *Siebte* vor allem als *Befreiungssinfonie* und war überzeugt, dass der Komponist darin seiner Freude über das Ende der Tyrannei Ausdruck verliehen hatte.

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